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Hochtaunus

Luftfilter im Tauglichkeitstest

Der Sozialausschuss des Hochtaunuskreises berät über die Corona-Lage an Schulen. Es gibt ein Pilotprojekt mit der Uni Frankfurt.

Der Winter kommt, die Inzidenz ist weiter hoch, die Verunsicherung groß: Klassen, die in Quarantäne waren oder sind, Querlüften bei Minusgraden, die Diskussion um Luftfilter und digitalen Unterricht – wie Schule in der Pandemie funktionieren kann, ist ein heiß diskutiertes Thema. Auch der Hochtaunuskreis als Schulträger steht vor einer Herausforderung, schließlich liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach wie vor im dreistelligen Bereich. „Und es ist nicht zu erwarten, dass der Wert in absehbarer Zeit signifikant unter 75 oder gar 50 sinken wird“, heißt es in der neuen Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht im Unterricht, die seit kurzem auch für Grundschullehrer gilt. Auch regulärer Sportunterricht und Schulschwimmen werden nicht angeboten, die Regelung wurde bis Ende Dezember verlängert, was „im Hinblick auf die Pandemielage die richtige Entscheidung“ sei, wie der Erste Kreisbeigeordnete Thorsten Schorr (CDU) im Schulausschuss sagte.

Seit Ende der Herbstferien seien bei Schülern, Lehrern und sonstigen Mitarbeitenden an den Schulen in Trägerschaft des Kreises rund 90 Infektionsfälle erfasst worden, bei denen „Maßnahmen an der Einrichtung eingeleitet“ und Kontaktpersonen nachverfolgt worden seien, wie Kreissprecherin Barbara Wüst auf Nachfrage mitteilte. „Ich frage mich schon, was im Sommer getan wurde. Es war klar, dass die zweite Welle im Herbst kommt, und wir wollen ja Schließungen vermeiden“, sagte Laura Burkart-Gorißen (Grüne) dieser Zeitung. Im Entwurf zum Kreishaushalt 2021, der im Schulausschuss auf der Tagesordnung stand, suchten die Grünen mehr Geld für die Schulbeförderung vergeblich. „Laut Landrat sollten ja mehr Busse eingesetzt werden, um den Infektionsschutz auf dem Weg zur Schule sicherzustellen. Dass dafür nicht mehr Mittel nötig sein sollen, verwundert uns.“

Wie Fachbereichsleiter Sascha Bastian erläuterte, enthält der Entwurf „Kalkulationen, die an den jetzigen Schülerverkehren hochgerechnet“ seien. Mehr Busse werde man 2021 nicht durchgehend brauchen. Insgesamt zwei Millionen Euro mehr habe der Kreis wegen der Pandemie im laufenden Jahr in seine Schulen stecken müssen.

Das Geld für mobile Luftfiltergeräte indes „suchen wir noch“, sagte Schorr – die Bedingungen, nach denen Hessen den versprochenen Fördertopf aufteile, stünden noch nicht fest. Dennoch kommt Bewegung ins Thema: In einem Projekt mit der Uni Frankfurt werden ausgewählte Klassenzimmer dreier Schulen im Kreis – das Kaiserin-Friedrich-Gymnasium und die Ketteler-Franke-Schule in Bad Homburg und das Taunusgymnasium in Königstein – mit Filtern ausgetattet. In Messungen solle die Tauglichkeit im Schulbetrieb über mehrere Monate hinweg geprüft werden. „Präsenzunterricht muss auch in schwierigen Lagen möglich sein“, sagte Landrat Ulrich Krebs.

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