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Stephan Ernst am Dienstag vor Gericht. Er soll nicht nur Walter Lübcke erschossen, sondern auch einen Flüchtling überfallen haben.
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Stephan Ernst am Dienstag vor Gericht. Er soll nicht nur Walter Lübcke erschossen, sondern auch einen Flüchtling überfallen haben.

Mordfall Walter Lübcke

Stephan Ernst leugnete Messerangriff

  • vonHanning Voigts
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Im Lübcke-Prozess geht es erneut um den Anschlag auf den Flüchtling Ahmed I. Stephan Ernst, der den jungen Mann niedergestochen haben soll, leugnete die Tat bereits im Gefängnis.

Im Strafprozess zum Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke haben am Dienstag weitere Zeuginnen und Zeugen zum Messeranschlag auf den irakischen Flüchtling Ahmed I. ausgesagt. Der 27-Jährige war im Januar 2016 unweit seiner Flüchtlingsunterkunft in Lohfelden bei Kassel von einem Fahrradfahrer niedergestochen und schwer verletzt worden. Damals blieb die Tat unaufgeklärt, heute wird sie Stephan Ernst vorgeworfen, der im Juni vergangenen Jahres Walter Lübcke ermordet haben soll. An einem bei Ernst gefundenen Messer wurden DNA-Spuren isoliert, die laut einem Experten mit einiger Wahrscheinlichkeit von Ahmed I. stammen.

Am Dienstag sagte eine Kasseler Kriminalpolizistin aus, die den Fall Ahmed I. im vergangenen Jahr wieder aufgerollt hatte. Sie berichtete von einer Hausdurchsuchung bei Ernst, bei der drei Fahrräder, fünf Messer und Bekleidungsstücke sichergestellt worden waren. Bei einem im Keller gefundenen roten Klappmesser handelt es sich um die Waffe, an der dann die DNA-Spuren gefunden wurden.

Noch am selben Tag habe sie Ernst aufgesucht, der sich als Verdächtiger im Mordfall Lübcke in Untersuchungshaft befand, so die Zeugin. Als sie Ernst von dem Verdacht im Fall Ahmed I. berichtete, habe der 47-Jährige sie „ungläubig angeschaut“. Er habe sofort mehrfach betont, mit dem Messerangriff nichts zu tun zu haben. Ernst sei für sie aber weiter als Täter infrage gekommen, unter anderem deshalb, weil er regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren sei und der Tatort des Angriffs genau zwischen seiner Wohnung und seiner Arbeitsstelle in Kassel liege.

Im Anschluss sagte ein Polizist aus, der Ahmed I. nach dem Angriff vernommen hatte, außerdem eine Dolmetscherin, die dabei übersetzt hatte. Das Opfer war demnach direkt am Tag nach der Tat und kurz nach einer Operation im Krankenhaus vernommen worden, obwohl er noch müde und mitgenommen war. Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

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