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Tarek Al-Wazir (Grüne) bei einer Pressekonferenz.

Landtagswahl Hessen

Laufschuhe für den grünen Endspurt

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Die Umfragewerte für die Grünen sind bestens. Darin möchte sich auch die Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, ein wenig sonnen.

Die Umfragewerte sind prächtig, der Rückenwind aus Berlin und Bayern kräftig. Hessens Grüne haben einen guten Lauf. Für den Endspurt überreicht Katrin Göring-Eckardt dem Spitzenduo jeweils ein paar grüne Turnschuhe. Die Fraktionschefin im Bundestag ist zum Parteirat am Sonntag nach Frankfurt gekommen, um den Parteifreunden für die letzte Woche im Landtagswahlkampf Mut zu machen.

Eigentlich brauchen die knapp 100 Parteifreunde das nicht. Die Stimmung ist euphorisch. Mit stehendem Applaus, rhythmischem Klatschen und Pfiffen feiern die Delegierten ihr Spitzenpersonal. Die Parteitagsregie hat sie im Kreis um das Rednerpodium gesetzt. Das Ziel der Veranstaltung zu erreichen, ist nicht schwer: Optimismus zu verbreiten, den Wahlkämpfern noch einmal einen Schub zu geben. Denn der Wahlkampf ende erst am kommenden Sonntag um 18 Uhr, mahnt Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir: „Wir müssen aus den Stimmungen Stimmen machen.“ Und: „Unser sehr gutes Ergebnis ist noch lange nicht sicher.“

Rund 400 Termine hätten er und Priska Hinz absolviert, bis am Sonntag die Wahllokale schließen. Die Grünen seien nicht mehr die Partei der Großstädter, sondern für alle Hessen. Gelungen sei dies mit Sachpolitik und Glaubwürdigkeit, mit Verlässlichkeit bei Themen wie Umwelt- und Klimaschutz und einer eindeutigen Haltung gegen Rechtspopulismus und die Spaltung der Gesellschaft. „Wir sind in diesen Fragen klar..“ 

Leidenschaft, Vernunft, Haltung steht auf   Plakaten

Die große Koalition in Berlin kreise um sich selbst, statt die Probleme zu lösen. Die Grünen profitierten von dem schlechten Stil. Und die möglichen Folgen des Klimawandels seien in diesem Dürresommer für jeden Kleingärtner erfahrbar gewesen.

„Die Leute trauen uns viel mehr zu, als früher.“ Als Wirtschaftsminister Spatenstiche für einen Radschnellweg zu machen oder den barrierefreien Umbau des Bahnhofs Höchst sei „so schön“. Auch Priska Hinz strahlt Freude an ihrer Tätigkeit als Chefin des Umweltministeriums aus. Sie hätte nicht gedacht, dass ökologischer Landbau so viel Spaß machen könnte. „Das ist ein tolles Thema.“ Gesundes Essen, die Wertschöpfung in der Region behalten, bezahlbares Wohnen als Gerechtigkeitsthema, Stärkung des ländlichen Raums, Chancengleichheit bei der Bildung – dafür wollten sich die Grünen weiterhin einsetzten. „Wir knüpfen an den Alltagssorgen der Menschen an.

Leidenschaft, Vernunft, Haltung steht auf den Plakaten, die an den Wänden des Tagungsraums im Dominikanerkloster hängen. Bevor die Diskussion mit den Parteifreunden beginnt, zeigt die Parteitagsregie noch ein Filmchen: Das erfolgreiche bayrische Spitzenduo Katharina Schulze und Ludwig Hartmann spielt den beiden hessischen Kollegen einen Ball zu. Und die nehmen ihn auf.

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