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Für die SPD tritt Gert-Uwe Mende (r.) zur Stichwahl ums Amt der Wiesbadener Oberbürgermeisters an.

Wahlempfehlung

Die Linke für Mende

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Für die OB-Stichwahl in Wiesbaden gibt die Linke ihren Wählern eine Empfehlung ab. 

Nur die Partei Die Linke hat sich zu einer Wahlempfehlung entschlossen. Sie ruft ihre Wähler auf, bei der Oberbürgermeister-Stichwahl am kommenden Sonntag für den SPD-Kandidaten Gert-Uwe Mende zu stimmen. Überzeugt habe der 56-jährige Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion durch sein „umfangreiches Faktenwissen“, teilen die Linken mit. Inhaltlich gebe es übereinstimmende Positionen wie das Bekenntnis zu bezahlbarem Wohnraum, der Kampf gegen Armut, der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs samt Bekenntnis zur geplanten Citybahn und Bürgerentscheid darüber.

Die Bündnisgrünen dagegen geben keine Wahlkampfempfehlung ab. Obwohl sich die Parteimitglieder mit den beiden Kandidaten Mende und Eberhard Seidensticker (CDU) konstruktiv über die Grünen-“Herzensthemen“ wie Klimaschutz, Verkehrswende und transparente Verfahren für Geschäftsführerposten und Auftragsvergaben ausgetauscht hätten, habe keiner überzeugt. „Es bleiben Zweifel, ob die Kandidaten wirklich in der Lage sind, sich in Konfliktsituationen gegen ihre jeweilige Parteilinie durchzusetzen“, schreiben die Grünen, die im Rathaus eine Kooperation mit SPD und CDU eingegangen sind. Es sei zu einfach, mehr Klimaschutz zu versprechen, wenn Klima in aller Munde sei.

Auch die FDP und AfD sprechen sich nicht für den einen oder anderen Kandidaten aus. Die AfD behauptet, beide Parteien seien gleichermaßen in die Rathausskandale verstrickt. Die FDP nennt die Positionen zur geplanten Citybahn als Grund. Mende steht für das Projekt und Seidensticker distanziert sich nicht ausreichend. Zudem hätten beide Fraktionen eine Entscheidung für einen schnellen Bürgerentscheid abgelehnt. Dennoch bitten die Freidemokraten ihre Wähler, vom Wahlrecht Gebrauch zu machen.

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