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Beim Einschreiben am Donnerstag schon voller Vorfreude: Carolin Böhm. Foto: Privat
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Beim Einschreiben am Donnerstag schon voller Vorfreude: Carolin Böhm.

Ironman

Lieber die lange Tour in Frankfurt beim Ironman

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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Carolin Böhm bestreitet am Sonntag ihren ersten Ironman und träumt von Hawaii. Schwierige Vorbereitung im Lockdown.

An einem Dienstagmorgen im September vorigen Jahres hat Carolin Böhm einfach mal Ernst gemacht. Ist ins Riedbad gesprungen und hat 76 Bahnen gekrault, ist danach aufs Rad gestiegen, um 180 Kilometer lang in die Pedale zu treten, und hat dann am Mainufer die Marathondistanz in Angriff genommen. „Die letzten zehn Kilometer habe ich mir geschenkt“, gesteht die 32-Jährige, denn da sei es schon dunkel geworden. Dennoch, Böhm wusste nach diesem Dienstag so ungefähr, was sie an diesem Sonntag erwarten wird.

Ihren ganz persönlichen Triathlon hatte sie als Ersatz für die ausgefallene Veranstaltung im Juni 2020 in Angriff genommen. Böhm ist noch nicht so furchtbar lange Triathletin. Den Ironman Frankfurt hatte sie eher als Zuschauerin beim Picknick am Mainufer erlebt. So ein bisschen habe sie damals eine eigene Teilnahme schon gereizt. Als sie dann 2015 das Kraulen lernte, weil Wasser ohnehin ihr Element ist, merkte sie selbst: „Jetzt ist die Hürde für eine Teilnahme am Triathlon noch geringer.“

Erster Triathlon erst 2018

Ihr guter Freund Andreas gab dann den entscheidenden Impuls, damit Carolin Böhm die Ausdauersportart anging. Ihren ersten Triathlon absolvierte sie 2018. „Ich habe aber schnell gemerkt, dass die kurzen Distanzen nicht meins sind.“ Die längeren Ausfahrten machten ihr mehr Spaß. Damit kann die Ironman-Distanz dienen. Böhm trainierte trotz ihres zeitaufwendigen Berufs als Managerin bei einem Getränkehersteller viel, um die körperliche Herausforderung im Juni 2020 in Angriff nehmen zu können. Daraus wurde nichts. Nach ihrem Selbstversuch im September 2020 dauerte es nicht mehr lange, bis der nächste harte Lockdown kam. Böhm erinnert sich noch an das letzte Training im Oktober. „Wir sehen uns in vier Wochen“, sagte sie scherzhaft. „Frohe Ostern“, wünschte der Trainer. Es kam noch schlimmer.

Die 444 soll Glück bringen

Schwimmen konnte Böhm nur noch während eines Trainingsaufenthalts auf Lanzarote und bei Ausflügen an einen Badesee bei Darmstadt. „Ich habe dafür mehr Zeit ins Laufen gesteckt“, sagt sie. Auch das von der Eintracht angebotene Videotraining hat sie angenommen. Nur beim Zugseiltraining sei sie „nicht die Allerdisziplinierteste“ gewesen, gesteht sie. Anfang August absolvierte sie dann beim Frankfurter City-Triathlon die Mitteldistanz. Ohne das Letzte aus sich rauszuholen, einfach, um wieder ein Gefühl für den Wettkampf zu bekommen. Einen Wettkampf, der weitgehend ohne Zuschauer:innen stattfinden wird. „Natürlich ist es schade, dass das nicht das Event ist, das Frankfurt kennt“, sagt Böhm. Aber auf ein paar vertraute Gesichter, Freundinnen und Vereinskameraden entlang der Strecke, wird sie nicht verzichten müssen. „Darauf freue ich mich am meisten.“

Auf ihrem Instagram-Account bezeichnet Böhm sich als „Rookie with a travellers heart“. Dazu würde ein Ticket nach Hawaii gut passen. Doch das hält die Anfängerin für illusorisch. Es gehe vielmehr darum, gut durchzukommen. Die ihr zugeloste Startnummer 444 soll dabei Glück bringen. Auch auf den letzten zehn Kilometern der Laufstrecke.

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