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Bad Homburg

Und sie lesen doch

Erste Termine für ausgefallenes Poesiefestival im März.

Die Gesichter waren lang, als die Veranstalter des Bad Homburger Poesie- und Literaturfestivals einsehen mussten, dass in diesem (Corona-)Jahr keine Lesungen stattfinden würden. Vor allem der Künstlerische Leiter Bernd Hoffmann, der schon lange zuvor seine Fühler in Richtung der Stars ausgestreckt und sich Literatur sowie die passende Inszenierung ausgedacht hatte, hatte noch bis Anfang Mai gehofft, dass im Juni schon wieder größere Veranstaltungen stattfinden dürfen. Manche Ticketbesitzer sahen sich im Unklaren.

Jetzt stehen für sechs ausgefallene Lesungen die Nachholtermine fest: Ben Becker kommt mit „Ich, Judas“ am 3. März 2021, 19.30 Uhr, in die Erlöserkirche. Am 9. März, 20 Uhr, liest „Der Bergdoktor“ Hans Sigl im Kurtheater aus Thomas Manns Roman „Felix Krull“.

Max Moor („Titel, Thesen, Temperamente“) macht mit Giovannino Guareschis „Don Camillo und Peppone“ die St.-Marien-Kirche zum Poesieort am 12. März, 19.30 Uhr. So kann sich Don Camillo authentisch mit dem Altarbild von Christus beraten …

Marie Bäumer (als Romy-Schneider-Darstellerin in „3 Tage in Quiberon“) kommt erstmals nach Bad Homburg. In der Villa Wertheimber präsentiert sie am 3. März, 19.30 Uhr, Anton Tschechows Kurzgeschichte „Die Dame mit dem Hündchen“ und weitere Liebesgeschichten aus Russland. Harfenistin Anne-Sophie Bertrand spielt dazu Werke von Rachmaninow, Tschaikowsky und Debussy.

Ein Clown sucht das Glück

Exakt ein Jahr nach dem 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin huldigen am 20. März Devid Striesow, Sophie von Kessel und Robert Stadlober in der Erlöserkirche dem Dichter, der vier Jahre in Bad Homburg lebte und litt. Unter dem Titel „Hölderlin – ein Künstlerleben“ liest das Trio um 17 Uhr aus einem biografischen Essay von Stefan Zweig, das Hölderlins Lebenslauf bis hin zur Umnachtung ausdrucksvoll dargestellt. Dazu spielt das Jugendsinfonieorchester Hochtaunus unter Leitung von Lars Keitel.

Bei einer Matinee am 21. März, 12 Uhr, in der Spielbank liest Peter Kurth („Babylon Berlin“) aus Henry Millers Werk „Das Lächeln am Fuße der Leiter“. Umrahmt wird die Lesung über einen Clown auf der Suche nach sich selbst und dem großen Glück von Tangoklängen des Akkordeonvirtuosen Martin Wagner.

Weitere Nachholtermine der 13 in diesem Jahr geplanten, aber ausgefallenen Lesungen wollen die Veranstalter noch nachliefern. Es sei nicht einfach, erklärt Bernd Hoffmann, die Schauspieler im „Tohuwabohu“ der Corona-Umplanungen für Termine zu bekommen; viele steckten in Dreharbeiten.

Natürlich hoffen die Veranstalter, dass möglichst viele Ticketinhaber den Ausweichtermin nutzen. Wer im März nicht kann, hat die Möglichkeit, seine vor dem 8. März erworbenen Karten bis Ende dieses Jahres am Kaufort (etwa der Tourist-Info) gegen einen Gutschein umzutauschen und dafür andere Poesie-Tickets zu bekommen. Wer dennoch lieber sein Geld zurück möchte, kann mit dem Originalticket zum Ticketshop gehen.

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