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Leichenfundort erneut abgesucht

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Am Teufelsee bei Reichelsheim in der Wetterau herrscht am Mittwochvormittag konzentrierte Stimmung. Die Polizei sucht erneut das Gebiet rund um den See ab. Die Staatsanwaltschaft und die Sonderkommission "Lacus" hoffen, weitere tatrelevante Spuren und Beweismittel zu dem Fall der getöteten 14-jährigen Ayleen zu finden.

Das Mädchen war am 21. Juli in Gottenheim bei Freiburg verschwunden. Acht Tage später fand man ihre Leiche im Teufelsee. Seit dieser Woche haben die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Mittelhessen die Ermittlungen übernommen. Sie gehen davon aus, dass Ayleen in Hessen getötet wurde.

Seit 10 Uhr sind laut Polizei-Pressesprecher Guido Rehr 50 bis 60 Einsatzkräfte vor Ort. Die Bereitschaftspolizei, eine Polizeifliegerstaffel mit Drohne, die DLRG Frankfurt mit Sonarboot sowie Polizeitaucher aus Rheinland-Pfalz haben die Suche unterstützt. Rehr: "Besonders digitale Erkenntnisse haben dazu geführt, dass wir den Teufelsee und die Umgebung noch einmal durchsuchen." Welche das seien, könne er nicht mitteilen.

Die Bereitschaftspolizei sucht die gesamte Umgebung rund um den See ab. Später wird auch das Gebiet am benachbarten Pfaffensee unter die Lupe genommen. Dabei laufen die Beamten systematisch Gebüsche Gras und Bäume ab, um mögliche Spuren oder Beweismittel zu finden. Flaschen, Plastiktüten oder sonstige Gegenstände werden eingesammelt.

Das Sonarboot der DLRG Frankfurt scannt derweil den Boden des Sees. "Die Kollegen suchen nach Anomalien auf dem Seeboden und markieren diese Stellen. Die Taucher überprüfen das dann", erklärt Rehr. Am Mittwochvormittag ist das nicht nötig. Eine relativ flache Stelle war nicht befahrbar. Rehr: "Da mussten die Taucher noch mal alles überprüfen. Wir möchten sichergehen, alles geprüft zu haben."

Für die Bedienung der Drohne stehen zwei Männer in der kleinen Hütte am Aussichtspunkt des Teufelsees. Sie halten jeweils ein Gerät in der Hand, auf dem sie die Live-Aufnahme verfolgen können. "Aus der Vogelperspektive sieht man noch mal mehr als vom Boden aus", sagt einer. Auffällige Dinge werden auf Fotos festgehalten. Die Drohne fliegt hoch über dem See, es wird mit Zoom gearbeitet. Es komme immer auf die Situation an, auf welcher Höhe die Drohne fliegt, erklärt einer der beiden Männer, der das Gerät bedient.

Das Gebiet rund um Teufelsee und Pfaffensee steht unter Naturschutz. "Wir haben unsere Suchaktion mit den Naturschutzbehörden abgesprochen", sagt Rehr. Es gehe immer darum, eine Balance zwischen Ermittlungen und dem Schutz der Tiere zu finden.

Nachdem Ayleen vor drei Wochen im Teufelsee gefunden worden war, wurde der Tatort wieder freigegeben. Könnte Spuren-Material dadurch verfälscht werden? "Hier sind dann auch Menschen hingekommen, ja. Wir können das aber unterscheiden, zum Beispiel anhand von DNA", so der Polizeisprecher.

Die Polizei hat einige Gegenstände gefunden, teilt Rehr am Nachmittag mit. "Ob und inwiefern diese mit dem Fall zusammenhängen, wird sich zeigen. Das wird nun erst einmal ausgewertet." Das Prozedere sei mit der Staatsanwaltschaft besprochen.

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