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Schulranzen stehen in einer Grundschule. Aktuell findet nur eine Notbetreuung statt.

Schule

„Lehrkräfte in Hessen sind durch Notbetreung sehr belastet“

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Gewerkschaft fordert in Hessen „beste Bedingungen“ und Freiwilligkeit. Denn die Ansteckungsgefahr sei hoch.

Lehrkräfte sollen zur Notbetreuung von Kindern nur dann eingesetzt werden, wenn sie dazu freiwillig bereit sind. Das fordert Birgit Koch, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

In den pädagogischen Berufen könne der empfohlene Abstand von eineinhalb Metern nicht eingehalten werden, sagte Koch. Hinzu komme, dass gerade Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus infiziert sein könnten, ohne selbst Symptome zu zeigen. Deshalb sei die Ansteckungsgefahr hoch.

Koch forderte, dass nun zunächst bei Eltern der Bedarf nach einer solchen Betreuung abgefragt werde, bevor die vom Kultusministerium beabsichtigte Ausweitung des Angebots auf Wochenenden, Feier- und Ferientage umgesetzt werde.

„Wir fordern für die Kolleginnen und Kollegen, die solche Dienste übernehmen, beste Bedingungen, insbesondere was Schutz- und Desinfektionsmaterial angeht“, sagte Landesvorsitzende Maike Wiedwald. Ältere Lehrkräfte und jene mit Vorerkrankungen dürften nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden.

Die Notbetreuung sei eine sehr anstrengende Tätigkeit. Hinzu komme die Angst um die eigene Gesundheit und die eigene Familie. Allen Beschäftigten müsse ausreichend Zeit zur Erholung eingeräumt werden, gerade wenn Arbeit an üblicherweise arbeitsfreien Tagen notwendig werde.

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