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Im März waren in Hessen mehr als 191.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.
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Im März waren in Hessen mehr als 191.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet.

Arbeitsmarkt

Langzeitarbeitslosigkeit in Hessen steigt deutlich

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Der Arbeitsmarkt in Hessen entspannt sich trotz Corona-Pandemie und Wirtschaftskrise etwas. Gegen den Trend steigt die Zahl der Langzeitarbeitslosen aber weiter an.

Die Arbeitslosigkeit in Hessen ist im März trotz der anhaltenden Pandemie und der Beschränkungen leicht gesunken. Nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit waren gut 191 000 Frauen und Männer erwerbslos gemeldet, etwa 6600 weniger als im Februar. Die Quote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Damit liegt sie aber immer noch einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert.

Gegen den positiven Trend ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen allerdings auch im März weiter gestiegen. Etwa 66 100 Menschen waren zuletzt bei der Agentur für Arbeit in Hessen seit mehr als einem Jahr als arbeitssuchend gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Langzeitarbeitslosen landesweit um mehr als 45 Prozent. Und in diesen Zahlen fehlen, wie die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) anmerkt, sogar noch fast 10 000 Langzeitarbeitslose ab 58 Jahren, die wegen eines „Statistik-Tricks“ nicht mitgezählt würden.

Besonders stark ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Frankfurt gestiegen. Innerhalb eines Jahres legte sie dort sogar um mehr als 75 Prozent zu. Trotz positiver Entwicklungen stießen immer mehr Menschen aus den besonders von der Krise betroffenen Branchen auf Hürden, die sie längere Zeit in der Arbeitslosigkeit festhielten, sagt die Leiterin der Agentur für Arbeit Frankfurt, Stephanie Krömer. Das gelte besonders für Geringqualifizierte, zunehmend aber auch für Fachkräfte und Akademiker.

Deutlich sichtbar werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auch im Frankfurter Jobcenter. Im März benötigten fast 37 100 sogenannte Bedarfsgemeinschaften Leistungen aus der Grundsicherung, wie Geschäftsführerin Claudia Czernohorsky-Grüneberg mitteilt. Das seien zehn Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die VhU fordert nun eine „neue Aktivierungsoffensive von Jobcenter und Arbeitsagenturen, um wieder mehr Langzeitarbeitslose für den Arbeitsmarkt zu mobilisieren“ oder Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern. Der DGB Hessen-Thüringen weist auf die ebenfalls deutlich gestiegene Jugendarbeitslosigkeit hin. Er fordert etwa eine Ausbildungsgarantie.

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