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Langen fordert Sicherheit bei Regionaltangenten-Planung

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Die Stadt Langen will nur dann der Planungsgesellschaft der Regionaltangente West beitreten, wenn die Schienenverbindung auch tatsächlich bis nach Langen realisiert wird.

Der Langener Magistrat will abwarten, ob die Planer der Schienenverbindung Regionaltangente West (RTW) die Streckenführung nach Langen als wirtschaftlich rentabel ansehen. Erst dann werde entschieden, ob die Stadt der RTW-Planungsgesellschaft beitritt, erklärte Bürgermeister Frieder Gebhardt (SPD) am gestrigen Donnerstag.

Für die Stadt Langen steht viel Geld auf dem Spiel: Wird sie jetzt schon Mitgesellschafterin der RTW-Planungsgesellschaft, müsste sie sich auch gleich an den Gesamtkosten des Schienenprojekts beteiligen. Fällen die Planer dann das Urteil, dass sich eine Streckenverlängerung über Dreieich-Buchschlag hinaus bis nach Langen nicht lohnt, hätte die Stadt 3,6 Millionen Euro versenkt. Schon im November hatten die Bauausschussmitglieder in einem interfraktionellen Antrag beschlossen, dass die Stadt 250 000 Euro für den Eintritt in die RTW-Planungsgesellschaft und eine sogenannte Vorentwurfsplanung für die Streckenweiterführung nach Langen in die Hand nimmt. Das Papier wird voraussichtlich erst Ende 2021 fertig sein; es soll auch eine Kostenschätzung beinhalten. Bis dahin will die Stadt den Beitritt als RTW-Gesellschafterin, der „gerade mal 400 Euro kostet“, so Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne), nun zurückstellen und von einem positiven Ergebnis der Untersuchungen abhängig machen.

Schon im Jahr 2018 hatte die Stadt 80 000 Euro für eine Machbarkeitsuntersuchung zur möglichen Steckenverlängerung ausgegeben, die jedoch „nur eine Grobskizze war“, sagte Löbig. Damals war ein Taschengleis am Langener Bahnhof vorgesehen, an dem Züge von beiden Seiten herein- und hinausfahren können. Diese Lösung ist laut Deutscher Bahn aber nicht mehr möglich, die notwendigen Umbauten werden nun wohl größer ausfallen.

Bei einem Einstieg in die RTW-Planungsgesellschaft, die derzeit zwölf Mitglieder hat, müsste Langen 2,76 Prozent der Gesamtkosten tragen – das wären nach jetzigem Stand rund sieben Millionen Euro, verteilt auf mehrere Jahre.

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