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Hessen

Zuversichtliche grüne „Helden“ im hessischen Wahlkampf

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Lob von Habeck und Lob für Habeck beim hessischen „Wahlkampfhöhepunkt“

Auch Revoluzzer von einst werden älter. „Wir sind gereift“, sagt Nadine Bernshausen über ihre grüne Partei. „Aber unsere Themen sind immer am Puls der Zeit, immer an der Zukunft orientiert.“

Das macht Bernshausen Hoffnung für die Oberbürgermeisterwahl in Marburg am Sonntag, bei der sie als grüne Herausforderin antritt. Aber auch für die Grünen insgesamt, die bei den Kommunalwahlen in Hessen am gleichen Tag landesweit zur zweitstärksten Kraft aufsteigen wollen.

Am Donnerstagabend stimmten sie sich bei ihrem „Wahlkampfhöhepunkt“ vor rund 200 Zuschauerinnen und Zuschauern auf Facebook und Youtube auf den Wahlsonntag ein, in der Dekoration eines Retro-Wohnzimmers mit Nierentisch. Wer zum Höhepunkt einen Habeck-Auftritt erwartet hatte, wurde enttäuscht. Der Bundesvorsitzende Robert Habeck gab in einem kurzen Video nur ein paar grüne Allgemeinplätze von sich. „Ich möchte gern Kommunen, die handlungsstark sind und den Umweltschutz voranbringen“, sagte er etwa. Er wünsche sich auch Kommunen, „die die Vielfalt und Verschiedenheit hochhalten“, aber zugleich den Zusammenhalt stärkten.

Dass nicht Habeck den Abend bestimmte, sondern grüne Kommunalpolitiker:innen, war beabsichtigt. Sie seien „unsere Helden“, lobte der Parteichef und appellierte ans Publikum: „Nehmen Sie die Kommunalwahl ernst.“

Anja Zeller, die in Hanau „erste Klima-Bürgermeisterin in Hessen“ werden will, verglich die Lage der Grünen mit der vor fünf Jahren. Das sei „ein ganz anderer Wahlkampf“, das Ansehen der Grünen deutlich gestiegen. Zeller verbindet das mit dem Auftreten des Bundes-Führungsduos aus Habeck und Annalena Baerbock. „Es kommt von der Spitze aus, dass die Grünen viel positiver wahrgenommen werden“, lobte Zeller.

Jochen Partsch, der seit zehn Jahren als OB in Darmstadt amtiert, machte klar, dass die Grünen längst kein Schreckgespenst mehr für die Wirtschaft sind. „Wir brauchen zur Bekämpfung des Klimawandels starke ökonomische Partner“, sagte er. Man müsse das „gemeinsam mit der Wirtschaft machen“.

Aber ein anderer politischer Stil, der ist sehr wohl erwünscht. Alexander Unrath, OB-Kandidat in Bad Homburg, will keinen Dienstwagen haben, wenn er ins Rathaus einzieht. „Ich werde mit dem Rad unterwegs sein oder mit dem Bus“, kündigte er an.

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