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Nicht immer schön, aber für die Energiewende unverzichtbar: Windräder, wie sie bei Karben im Wetteraukreis stehen. Rolf Oeser
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Nicht immer schön, aber für die Energiewende unverzichtbar: Windräder, wie sie bei Karben im Wetteraukreis stehen. Rolf Oeser

Regenerative Energie

Windräder im Odenwald dürfen gebaut werden

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
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Nach jahrelangem Rechtsstreit genehmigt der Neckar-Odenwaldkreis den Bau von vier Rotoren. Die Energiewende kommt so nicht recht voran.

Auf dem Welscheberg bei Hainstadt im Odenwald darf die Wiesbadener Firma Abo Wind einen Windpark errichten. Das Landratsamt des Neckar-Odenwaldkreises genehmigte das Vorhaben – allerdings ist dem ein langer Rechtsstreit vorausgegangen. Das Verfahren aus Baden-Württemberg ist beispielhaft für zahlreiche Projekte, die auch in Hessen nicht vorankommen.

2015 informierte Abo Wind über seinen Plan, im südlichen Odenwald vier Windräder errichten zu wollen. 2016 reichte das Unternehmen den Genehmigungsantrag für Bau und Betrieb der Anlagen ein. Nach einjähriger Prüfung lehnt das Landratsamt des Kreises das Vorhaben ab. Abo Wind klagte gegen die Ablehnung und bekam rund zwei Jahre später vor dem Verwaltungsgericht recht.

Gegen dieses Urteil beantragte das Landratsamt wiederum Berufung beim Verwaltungsgerichtshof. Der lehnte den Antrag weitere 18 Monate später ab. Daraufhin stellte das Landratsamt jetzt die Genehmigung aus. 2022 sollten die Windkraftanlagen nun errichtet werden, teilte Abo Wind mit.

Das Unternehmen rechnet nun in einer Pressemitteilung vor, dass durch die Verzögerung das Klima mit rund 120 000 Tonne Kohlendioxid belastet worden sei, die die vier Windräder durch ihren Betrieb hätten einsparen können. „Ein für die Energiewende dringend benötigtes Projekt wird also mit fünfjähriger Verzögerung realisiert“, kritisiert Abteilungsleiter Kristof Frank. In dieser hätten die Windräder rund 150 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen können.

Gestritten wurde im südlichen Odenwald darum, ob Schwarzstörche durch die Windräder gefährdet sein könnten. Letztlich kamen Gutachter und Juristen zu dem Schluss, dass ein solches Risiko nicht bestehe. Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hatte festgestellt, dass das „Tötungsrisiko für den Schwarzstorch nicht signifikant erhöht werde und eine erhebliche Störung nicht zu erwarten sei“.

Ein weiteres markantes Beispiel für den Streit um die Windkraft liefern zurzeit der Hochtaunus- und der Wetteraukreis. Zwar ist der östliche Taunuskamm das größte Windkraftvorranggebiet in Südhessen, doch entsteht auf dem Winterstein noch kein Windrad.

Das Bündnis Windpark Winterstein wirft den Anrainerkommunen vor, durch ihre Planung den Bau von Anlagen auf dem 415 Hektar großen Areal zu verzögern. Diese weisen das zurück. Fakt aber ist, dass dort lediglich drei Anlagen vorgesehen sind. Platz wäre nach Angaben des Bunds für Umwelt und Naturschutz Wetterau aber für bis zu 27 Rotoren.

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