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Wildpinkeln - das stinkt zum Himmel

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Von: Jutta Rippegather

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Jeder Bahnhof, jeder S-Bahn-Halt braucht eine öffentliche Toilette. Ein Kommentar.

S-Bahnen sind keine Regionalzüge. Die durchschnittliche Fahrzeit beträgt eine Viertelstunde, sagt der RMV. Die Hauptaufgabe der Bahn ist, zur Rushhour viele Menschen zu transportieren. Diese Leute nutzen sehr selten eine Linie vom Start bis zum Ende. Doch total ausgeschlossen ist es auch nicht, dass jemand in Wiesbaden in die S1 steigt und erst in Rödermark Ober-Roden aus; nach 70 Kilometern, 32 Halten (wenn die Salzbachtalbrücke heil ist).

Toiletten in Zügen sind schnell unappetitlich. Der Aufwand, sie in einem akzeptablen Zustand zu halten, enorm. Ein ganzes Heer von Beschäftigten wäre nötig, um sie instand zu halten, zu reinigen, sich zu kümmern. Ein Riesenaufwand, der immense Kosten verursachen würde.

Die Forderung des Fahrgastverbands Pro Bahn ist berechtigt. Die Bevölkerung wird älter. Gerade das Seniorenticket zielt auf die Altersgruppe über 65. Doch es gibt noch eine bessere Lösung, als stinkende Klos auf der Schiene durch das Rhein-Main-Gebiet zu kutschieren. Jeder Bahnhof, jeder Halt braucht leicht zugängliche, gepflegte öffentliche Toiletten. Es ist noch nicht so lange her, dass dies für die Deutsche Bahn eine Selbstverständlichkeit war. Da müssen wir wieder hin. Zur sauberen Toilette, die auch gerne etwas kosten darf. Aber nicht so viel, dass die männlichen Fahrgäste sich dann doch wieder in dunklen Ecken erleichtern. Denn das stinkt zum Himmel.

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