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Wiesbaden: Fernwärme für Hochschule Rhein-Main

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Von: Hanning Voigts

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Die ESWE, die in Wisbaden auch E-Busse betreibt, beliefert die Hochschule mit Fernwärme. Foto: Michael Schick
Die ESWE, die in Wisbaden auch E-Busse betreibt, beliefert die Hochschule mit Fernwärme. © Michael Schick

Die hessische Landesregierung lässt den Wiesbadener Campus der Hochschule Rhein-Main für 850 000 Euro ans Fernwärmenetz anschließen lassen. Die Treibhausgasemission soll dadurch um mehr als die Hälfte sinken.

Der Wiesbadener Campus der Hochschule Rhein-Main soll ab Ende des Jahres komplett mit Fernwärme beheizt werden. Da diese dann aus einem Biomasseheizkraftwerk in Wiesbaden komme, könnten durch die Umstellung mehr als die Hälfte der Treibhausgasemissionen und insgesamt 300 Tonnen Kohlenstoffdioxid jährlich eingespart werden, teilte das Hessische Finanzministerium mit.

Für die Umstellung müssen 480 Meter Fernwärmeleitungen auf dem Campus am Kurt-Schumacher-Ring verlegt werden, da sämtliche Gebäude der Hochschule mit Fernwärme beliefert werden sollen. Das Finanzministerium beziffert die nötigen Investitionen auf rund 850 000 Euro. Dafür stelle man die Energieversorgung der Hochschule auf „zukunftsweisende, energieschonende Verfahren um“, sagte Finanzstaatssekretär Martin Worms. Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) betonte, Nachhaltigkeit sei ein wichtiges Thema an der Hochschule, „und sie gehört auch in den Heizkeller“. Durch Innovationen in die bauliche und technische Infrastruktur wolle man dem Ziel konkreter CO2-Einsparungen in den hessischen Hochschulen näherkommen, sagte die Ministerin.

Martin Lommel, der Kanzler der Hochschule, sagte, die Umstellung der Wärmeversorgung am Wiesbadener Campus sei „ein wichtiger Schritt hin zu dem Ziel der Hochschule und der Landesregierung, bis 2030 klimaneutral zu agieren“. Die Fernwärme für den Campus soll vom teils kommunalen Energieversorger Eswe kommen. Eswe-Chef Ralf Schodlok sagte, die Wärme stamme vor allem aus Biomasse.

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