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Hessen

Weibliche Opfer suchen in Hessen öfter Hilfe

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Hessens Justizministerin Kühne-Hörmann legt die Bilanz der Opferberatung vor. Es gehe darum, die Betroffenen nicht alleine zu lassen

Frauen suchen weit häufiger Unterstützung als Männer, wenn sie angegriffen wurden. Das geht aus der Jahresbilanz der hessischen Opferhilfevereine hervor, die Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch veröffentlichte.

Danach wandten sich im vorigen Jahr gut 3200 Menschen an die Opferhilfevereine in Frankfurt, Wiesbaden, Hanau, Darmstadt, Gießen, Fulda, Limburg-Weilburg und Kassel. Fast drei Viertel der Ratsuchenden seien Frauen gewesen.

Bei einem Großteil der Beratungen, nämlich gut 75 Prozent, sei es um „Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit“ gegangen, berichtete Kühne-Hörmann. Eigentumsdelikte hätten nur knapp sieben Prozent ausgemacht. In den Beratungen ging es den Angaben zufolge um rund 2500 Delikte.

„Die Opfer von Straftaten und ihre Angehörige befinden sich häufig in einer bis dato völlig unbekannten Situation, auf die sie sich nicht vorbereiten konnten“, erläuterte die Ministerin, warum die Beratung so wichtig ist. Vielfach fühlten sich Betroffene hilflos und wüssten nicht, wie sie damit umgehen sollten.

Die Beratung helfe, „den Menschen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleingelassen werden“. Sie stehe etwa bei Behördengängen und Gerichtsterminen an ihrer Seite. Die Hilfe werde „kostenlos und absolut vertraulich“ gewährt. Der Verein „Hanauer Hilfe“ wurde 1984 gegründet und war bundesweiter Vorreiter. Im Jahr 2020 wurde er besonders gefordert, nachdem ein Rechtsterrorist in Hanau aus rassistischen Motiven gemordet hatte und eine große Zahl verzweifelter Angehöriger und Überlebender zurückblieb. Aus der Jahresbilanz geht jedoch nicht hervor, wie sich Beratungszahlen dort oder in anderen Städten entwickelt haben.

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