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Walter-Lübcke-Demokratiepreis geht an Journalistin und Schule

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Von: Peter Hanack

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Der Staatsschutz konnte den Mord an Walter Lübcke nicht verhindern.
Der Staatsschutz konnte den Mord an Walter Lübcke nicht verhindern. © Swen Pförtner/dpa

Katrin Eigendorf aus Oberursel und die Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen werden ausgezeichnet. Beide setzen sich nach Überzeugung der hessischen Landesregierung für die Demokratie ein.

Die Journalistin Katrin Eigendorf und die Walter-Lübcke-Schule in Wolfhagen sind die diesjährigen Träger des nach dem ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke benannten Demokratiepreises. Das hat Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) am Donnerstag mitgeteilt.

Katrin Eigendorf (60) stammt aus Nordrhein-Westfalen und lebt in Oberursel bei Frankfurt. Sie ist seit vielen Jahren als Auslandskorrespondentin für ARD, ZDF und RTL unterwegs und berichtete unter anderem über den Krieg in der Ukraine. Als Reporterin berichte Eigendorf oft unter Einsatz ihres Lebens über das Grauen des Krieges“, sagte Ministerpräsident Rhein. Dabei gelinge es ihr, den Opfern von Krieg, Vertreibung und Unterdrückung Gehör zu verschaffen. „Sie ist ein Sprachrohr für die Menschen. Als mutige Journalistin verdient sie unseren Respekt“, sagte der Regierungschef.

Schule hat sich umbenannt

Ein starkes Zeichen für die Demokratie und gegen menschenfeindliche Ideologie habe die Wilhelm-Filchner-Schule in Wolfhagen bei Kassel gesetzt. Die Schule in der Heimat des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten hatte sich vor zwei Jahren in „Walter-Lübcke-Schule“ umbenannt. Damit trage sie das Vermächtnis Lübckes, der sich für Flüchtlinge eingesetzt hatte, weiter. „Mit der Wahl ihres Namensgebers bekennt sich die Schule zu Toleranz und Weltoffenheit und positioniert sich gegen die Ausgrenzung von Menschen. Das zeigt sich auch im Schulalltag“, sagte Rhein.

Der Walter-Lübcke-Demokratie-Preis wurde von der hessischen Landesregierung gestiftet, um an die Ermordung Lübckes im Juni 2019 durch einen Rechtsextremisten zu erinnern. Die Auszeichnung wird in der Regel alle zwei Jahre vom hessischen Ministerpräsidenten verliehen. Überreicht werden soll sie im Frühjahr 2023. pgh

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