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Unterrichten mit Tablet und Videocall. Was für viele Lehrkräfte vor kurzem noch Neuland war, ist inzwischen oft üblich.
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Unterrichten mit Tablet und Videocall. Was für viele Lehrkräfte vor kurzem noch Neuland war, ist inzwischen oft üblich.

Digitale Schule

Viel Fortbildung für Hessens Lehrkräfte

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Corona hat das Interesse an digitalen Medien offensichtlich gestärkt. Das zeigen die Teilnehmerzahlen an digitaler Weiterbildung. Die Statistik weist aber auch viele Lücken auf.

Die Corona-Pandemie hat bei Hessens Lehrkräften offenbar zu einer großen Nachfrage nach Weiterbildungen im Bereich Medienbildung und Digitalisierung geführt. Rein rechnerisch hat jeder Lehrer und jede Lehrerin in den vergangenen gut eineinhalb Jahren mindestens eine solche Fortbildungsveranstaltung besucht.

Homeschooling und der damit einhergehende Distanzunterricht haben seit Beginn der Corona-Pandemie an Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die Lehrerinnen und Lehrer große Anforderungen gestellt. Der Digitalisierungsschub, den Hessens Schulen dabei nahezu zwangsläufig erfahren haben, hat nicht nur die technische Ausstattung verbessert, sondern auch die Fähigkeiten und Kompetenzen der damit Arbeitenden wachsen lassen.

Das jedenfalls legt die Antwort von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf eine ganze Reihe von Anfragen des fraktionslosen Landtagsabgeordneten Rolf Kahnt (vormals AfD) nahe. Demnach haben von 1. März 2020 bis 13. September 2021 knapp 39 000 Lehrkräfte an einer der landesweiten beziehungsweise zentralen Fortbildung in „Medienbildung und Digitalisierung“ teilgenommen. Weitere knapp 20 000 Teilnehmer:innen waren es bei regionalen Veranstaltungen der Staatlichen Schulämter und der Medienzentren.

Zahlen

In Hessen sind an den mehr als 1800 öffentlichen Schulen rund 55 540 Lehrerinnen und Lehrer beschäftigt.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler beträgt aktuell rund 761 500. pgh

Wie viele der knapp 56 000 hessischen Lehrkräfte tatsächlich eine Fortbildung in Anspruch genommen haben, geht aus der Antwort allerdings nicht hervor. Das Kultusministerium erfasst nämlich in seiner Statistik nicht, wer teilgenommen hat, wer mehrmals bei Fortbildungsveranstaltungen dabei war und wer gar nicht.

Auch an anderen Stellen weist die Statistik Lücken auf. Etwa bei der Frage, wie viele der knapp 1800 öffentlichen Schulen in Hessen über ein WLAN-Netz verfügen. Das Ministerium verweist in dieser Frage auf die Zuständigkeit der Schulträger, also der jeweiligen Städte und Landkreise. Allerdings sei vorgesehen, dazu nun ein landesweites Monitoring einzuführen.

Bei der Anbindung an das hessische Schulportal gibt es konkrete Zahlen. Zum Stichtag 18. November arbeiteten laut Kultusministerium 1693 Schulen mit diesem Portal, das entspricht 84 Prozent aller hessischen Schulen. Bei den weiterführenden Schulen liegt die Quote sogar bei 96 Prozent. Auf ein in das Schulportal integriertes, datenschutzrechtlich unbedenkliches Videokonferenzsystem müssen die Nutzer:innen allerdings noch warten. Aufgrund Problemen bei der Ausschreibung wurde dessen Start immer wieder verschoben.

Wenig auskunftsfreudig zeigt sich das Kultusministerium bei der Frage, wie weit die Schulen insgesamt mit der Digitalisierung vorangekommen sind. Eine Studie der Georg August Universität Göttingen hatte bei einer bundesweiten Umfrage vier Kategorien eingerichtet: digitale Vorreiterschule, digital orientierte Schule, Durchschnitt-Schulen und digitale Nachzügler-Schulen. Für Hessen teilt das Ministerium lediglich mit, hierzulande gebe es 40 ausgezeichnete „Digitale Schulen“. Zu den übrigen 1760 gibt es keine Auskunft.

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