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Verkaufsoffener Sonntag: Öffnung mit Risiken

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Es ist unlogisch, wenn die Forderung nach mehr Sonntagsöffnung der Läden ausgerechnet mit dem Schutz vor der Pandemie begründet wird. Ein Kommentar.

Der Kampf um die häufigere Sonntagsöffnung von hessischen Geschäften tobt seit Jahren, als hinge der Weltfrieden davon ab. Das ist weit übertrieben.

Die Herausforderungen für den Einzelhandel in Innenstädten, Stadtteilen und Dörfern sind viel zu groß, als dass sie mit mehr verkaufsoffenen Sonntagen gelöst werden könnten. Viele Geschäfte stellen sich notgedrungen neu auf, etwa mit Onlineangeboten. Hier besteht mehr Bedarf als an einem zusätzlichen Öffnungstag.

Zugleich wäre es nicht der Untergang des Abendlandes, wenn eine Sonntagsöffnung erlaubt werden könnte, ohne dass sie für die Versorgung eines Messe- oder Festpublikums notwendig ist. Umstritten ist allerdings, ob dieser Abschied vom Erfordernis eines „Sonderereignisses“ rechtlich möglich ist. Denn der Schutz eines arbeitsfreien Sonntags besitzt in Deutschland Verfassungsrang.

Unlogisch ist es jedenfalls, wenn die Forderung nach einer Lockerung nun mit dem Schutz vor der Pandemie begründet wird. Der Einzelhandel würde ja gerade nicht gestärkt, wenn die gleichen Käuferinnen und Käufer auf mehr Tage verteilt würden.

Nein, das Ziel von FDP und Unternehmerverbänden ist und bleibt es, mehr Menschen in die Geschäfte zu locken. Das schüfe zusätzliche Kontakte, also auch höhere Infektionsrisiken. Das sollte der Ehrlichkeit halber von denjenigen dazugesagt werden, die ausgerechnet in der Pandemie auf Lockerung dringen.

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