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Gegen das Vergessen: ein Graffito am Autonomen Kulturzentrum in der Hanauer Metzgerstraße.
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Gegen das Vergessen: ein Graffito am Autonomen Kulturzentrum in der Hanauer Metzgerstraße.

Gedenken an Hanau

Veranstaltungen zum Jahrestag des rassistischen Terroranschlags

  • Gregor Haschnik
    vonGregor Haschnik
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Hessenweit finden zahlreiche Gedenk- und Protestveranstaltungen statt.

Unter dem Motto „Hanau ist überall“ kommen in dieser Woche bundesweit Menschen zu Kundgebungen zum Jahrestag des rassistischen Terroranschlags zusammen. In Frankfurt findet am Donnerstag, 18. Februar , 18 Uhr, am Hauptbahnhof/Kaisersack eine Demo statt, in Hanau am Freitag, 19. Februar , um 15 Uhr auf dem Marktplatz, in Marburg um 15 Uhr am Erwin Piscator Haus, in Wiesbaden um 16 Uhr auf dem Dernschen Gelände sowie von 18 bis 19 Uhr auf dem Luisenplatz, in Friedrichsdorf um 16.30 Uhr am Landgrafenplatz, in Darmstadt um 17 Uhr auf dem Mathildenplatz, in Butzbach um 17 Uhr auf dem Marktplatz, in Kassel um 17 Uhr auf der Rathaustreppe. In Frankfurt ist für Freitag eine weitere Gedenkveranstaltung geplant, um 17.30 Uhr an der Friedensbrücke. In Offenbach soll an jenem Tag um 16.30 Uhr vor dem Polizeipräsidium Südosthessen demonstriert werden.

Eine Übersicht dieser Gedenk- und Protestveranstaltungen mit weiteren Informationen, die regelmäßig aktualisiert wird, steht auf der Webseite der Initiative 19. Februar Hanau, unter www.19feb-hanau.org.

Die Gedenkfeier des Landes Hessen und der Stadt Hanau mit geladenen Gästen findet am 19. Februar um 18 Uhr im Congress Park Hanau , Schlossplatz 1, statt. Sie wird ab 17.45 Uhr im HR-Fernsehen und ab 17.30 Uhr auf hanau-steht-zusammen.de/Gedenktag live übertragen.

Darüber hinaus widmen sich zahlreiche Diskussionsrunden, Kulturveranstaltungen und Aktionen dem Jahrestag. Unter dem Titel „Hanau – (K)ein Anschlag auf uns alle“ beginnt am 18. Februar um 20 Uhr eine Podiumsdiskussion im Schauspiel Frankfurt , die auf www.schauspielfrankfurt.de im Livestream übertragen wird. Mit Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank), Harpreet Cholia (Initiative 19. Februar Hanau), Sabena Donath (Leiterin der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland), Claus Kaminsky (OB der Stadt Hanau), Azfar Khan (Leiter kommunale Koordinierungsstelle Anti-Rassismus der Stadt Frankfurt) und Hadija Haruna-Oelker (Moderation). Es geht darum, „was der Anschlag mit uns als Gesellschaft gemacht hat und was seitdem passiert ist – in Hanau, in Deutschland, im Alltag sowie auf politischer und institutioneller Bühne“.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) bietet „Räume des Gedenkens“ vor Ort und im Internet an. Das zentrale Gedenken findet am Sonntag, 21. Februar , in der Hanauer Marienkirche statt. Der Gottesdienst, der wegen der Corona-Pandemie nur nach Voranmeldung besucht werden kann, wird am Sonntag ab 10.30 Uhr auf www.ekkw.de übertragen. Schon am Freitagmittag wird die Marienkirche von 12 bis 20 Uhr geöffnet sein. Zu jeder vollen Stunde ist ein Friedensgebet mit Musik geplant. Bischöfin Beate Hofmann wird um 12 Uhr Kerzen für die Opfer entzünden.

Der „Runde Tisch der Religionen“ in Hanau will eine Videobotschaft aufnehmen, die ab 18. Februar , 18 Uhr, auf www.ekkw.de abrufbar sein soll.

Der DGB wird der Opfer am 19. Februar im Rahmen einer Kranzniederlegung gedenken und will mit einem „Antifaschistischen Stadtrundgang“ und der Enthüllung des Respektschildes der Initiative „Respekt! Kein Platz für Rassismus.“ ein Zeichen setzen. Der Rundgang beginnt um 12 Uhr am Gewerkschaftshaus in Hanau (Am Freiheitsplatz 6). Die Kranzniederlegung mit einer kurzen Ansprache von Michael Rudolph, dem Vorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen, findet gegen 12.45 Uhr am Heumarkt statt, die Enthüllung des Schilds gegen 13.15 Uhr am Gewerkschaftshaus, mit Beiträgen von Tanja Weigand, Regionsgeschäftsführerin des DGB Südosthessen, und Irene Schulz geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall.

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt für Dienstag, 23. Februar , 19 Uhr, zu einem Filmgespräch ein. Regisseur Marcin Wierzchowski spricht mit Filmemacher Dirk Schäfer über die Dokumentation „Re: Das Attentat von Hanau – Ein Jahr voll Trauer und Wut“. Der Film steht in der Arte-Mediathek zur Verfügung und sollte vor dem Gespräch, das per Livestream auf dem Youtube-Kanal der Stiftung verfolgt werden kann, angesehen werden. Über die Kommentarfunktion kann man Fragen stellen und mitdiskutieren.

Der Hanauer Kulturverein zeigt anlässlich des Jahrestages auf seiner Webseite www.hanauerkulturverein.de

die Ausstellung „Herkunft:Erde!“ in einer virtuellen Galerie. Mitglieder des Vereins und zwei Gastkünstler haben sich mit unterschiedlichen Techniken mit dem Anschlag sowie mit den Themen Rassismus und Diskriminierung auseinandergesetzt. Außerdem ist auf der Seite ein Video der Literatin Melis Ntente aus Rüsselsheim zu sehen, in dem sie „Hanau“, vorträgt. Ntente schrieb das emotionale „Spoken-Word-Gedicht“ kurz nach dem 19. Februar 2020 und wurde dafür mit dem HR 2-Kultur-Literaturpreis 2020 ausgezeichnet.

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