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Jetzt beginnen manche Schultage wieder mit Corona-Tests.
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Jetzt beginnen manche Schultage wieder mit Corona-Tests.

Schulstart

Unterrichtsbeginn in Hessen: Masken und zusätzliche Tests zum Start

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Der Lehrerverband in Hessen warnt vor Laxheit im Umgang mit dem Infektionsschutz. Gerade, weil noch viele der Kinder und Jugendlichen nicht gegen das Corona-Virus geimpft sind.

Seit Montag sind sie wieder in den Klassenräumen, Hessens rund 760 000 Schülerinnen und Schüler sowie etwa 55 000 Lehrkräfte. In den ersten beiden Wochen nach Schulbeginn ist das Maskentragen am Platz wieder Pflicht, Ungeimpfte müssen sich drei- statt zweimal pro Woche testen lassen. Insgesamt stößt das auf Zustimmung.

„Die Corona-Zahlen kennen derzeit wieder nur die Richtung nach oben, die Lage ist unsicher“, sagt dazu Reinhard Schwab, der Landesvorsitzende des Hessischen Philologenverbands. Daher müssten die bewährten Infektionsschutzmaßnahmen konsequent eingehalten werden, Lockerungen würden lediglich eine Verschärfung provozieren.

Bereits nach den Sommerferien hatte es in Hessen die sogenannten Präventionswochen gegeben. Zwei Wochen nach Schulstart galt überall Maskenpflicht und eine zusätzliche Testung je Woche für Ungeimpfte. Nach Einschätzung des Kultusministeriums hat sich dieses Vorgehen bewährt.

Positiv gestestet - und dann?

Die Schule meldet dem Gesundheitsamt jeden positiven Test. Positiv getestete Schüler:innen müssen in Quarantäne und einen PCR-Test machen.

Wird der positive Befund bestätigt, müssen alle Schüler:innen und Lehrkräfte der Klasse oder des Kurses zwei Wochen lang jeden Tag getestet werden – mit Ausnahme der Geimpften und Genesenen. Masken müssen so lange auch am Sitzplatz getragen werden. pgh

Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer hatte gar eine Verlängerung der Präventionswochen nach den Herbstferien gefordert, da es vor allem für die unter Zwölfjährigen, für die es noch keine Impfempfehlung gibt, kaum andere geeignete Schutzmaßnahmen gebe, die eine Ansteckung verhinderten.

Das sieht auch Reinhard Schwab so und betonte: „Laxheit bei den grundlegenden Schutzmaßnahmen können wir uns nicht leisten.“

Die Tests sind für die Schüler und Schülerinnen weiterhin kostenlos. Die Ergebnisse können in einem Testheft dokumentiert werden, das nach Willen des Kultusministeriums auch außerhalb der Schule als Testnachweis gelten soll. Wenn die jeweiligen Gesundheitsämter nichts anderes anordnen, können Masken auch während der Präventionswochen abgesetzt werden, etwa zur Lautbildung im Fremdsprachenunterricht oder beim Schulsport.

Zu wenige Impfungen

Der Philologenverbandschef kritisiert, dass sich zu viele Schülerinnen und Schüler, gerade auch die älteren, auf die schulischen Testangebote verließen. Dies belaste den Schulalltag. Die Impfquote der Zwölf- bis 17-jährigen liege nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bundesweit derzeit bei knapp 40 Prozent. Da sei deutlich Luft nach oben.

Nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) können die Schulen geöffnet bleiben, wenn der „Präventionsweg weiterhin konsequent beschritten werde“, so die GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

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