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Hochschulbau

Unis können für Milliarden bauen

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Die hessische Wissenschschaftsministerin Dorn stellt das Bau-Programm vor. Hochschulen mit alter Bausubstanz werden bevorzugt. Sie sagt auch, wer die Gewinner bei diesem Verfahren sind.

Hessen legt ein neues Milliardenprogramm für Bauten an Hochschulen auf. Am stärksten profitieren davon die Universitäten in Gießen, Marburg, Kassel und Darmstadt. Das gab Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) am Mittwoch in Wiesbaden bekannt.

Eingeplant sind nochmal 1,7 Milliarden Euro vom Land für die Jahre bis 2031. Dorn betonte, es sei „keine Selbstverständlichkeit“, dass Hessen diese Summe bereitstelle, obwohl die Corona-Pandemie den Landeshaushalt mit „enormen Ausgaben“ belaste.

Hochschulbau

Das Programm Heureka I für den Hochschulbau in Hessen lief von 2008 bis 2020 und umfasste drei Milliarden Euro.

Heureka II ist für die Jahre 2021 bis 2026 vorgesehen. Bisher war eine Milliarde Euro geplant, jetzt wird die Summe um 250 Millionen Euro aufgestockt.

Heureka III ist neu. Damit sollen die Hochschulen von 2027 bis 2031 insgesamt 1,435 Milliarden Euro verbauen dürfen. pit

Das Hochschulbau-Programm namens „Heureka“ setzt in der aktuellen Version einen Schwerpunkt bei den Hochschulen, die veraltete Bausubstanz mit entsprechend schlechter Energiebilanz aufweisen. „Das ist zum einen für den Klimaschutz wichtig, spart aber am Ende auch bares Geld“, betonte Ministerin Dorn. In Gießen und Marburg, Kassel und Darmstadt sei der Bestand an älteren Gebäuden mit geringen Energiestandards besonders hoch, erläuterte sie. So stammten in Gießen 70 Prozent der Uni-Gebäude aus der Zeit vor 1985, in Marburg seien es gut 60 Prozent.

Besonders stark seien Gebäude von Chemie- und Biologie-Fachbereichen betroffen, die häufig in den 1970er Jahren aufgebaut worden seien, fügte die Präsidentin der Technischen Universität, Tanja Brühl, hinzu. Sie amtiert als Vorsitzende der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien.

Brühl dankte Dorn, dass sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen für Planungssicherheit beim Neubau und der Sanierung sorge. Die hessischen Universitäten begrüßten auch, dass das Geld nach klaren Kriterien verteilt werde. Durch die Orientierung am Anteil der veralteten Bausubstanz habe sich „der ein oder andere mehr oder weniger gefreut“, räumte Ministerin Dorn ein. Die größte hessische Hochschule, die Goethe-Uni in Frankfurt, kann beispielsweise nur mit einem relativ kleinen Anteil rechnen. Während nach Gießen und Marburg jeweils 280 Millionen Euro fließen sollen, wird die Goethe-Universität lediglich mit 170 Millionen Euro bedacht.

Die Uni will das Geld nutzen, um den Neubau der Chemie auf dem Riedberg fortzusetzen sowie in den medizinischen Campus Niederrad zu investieren.

Die Frankfurter Uni ist aber nicht so stark auf das „Heureka“-Geld angewiesen wie andere Hochschulen. Für den Neubau der Zentralbibliothek am Campus Westend kann sie 105 Millionen Euro ausgeben, die dem Land durch den Verkauf des alten Polizeipräsidiums zugeflossen sind. Außerdem sei Frankfurt in früheren Jahren mit Heureka I „ganz maßgeblich bedacht“ worden, erläuterte Dorn.

Auch die Hochschulen für angewandte Wissenschaften lobten Dorns Ankündigungen. Ihr Sprecher, Matthias Willems von der Technischen Hochschule Mittelhessen, sprach in dem Zusammenhang von einem „weitblickenden Bauprogramm“.

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