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Umbruch mit Tücken

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Von: Pitt von Bebenburg

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Landtagspräsident Boris Rhein in einem versonnenen Moment.
Landtagspräsident Boris Rhein in einem versonnenen Moment. © Michael Schick

Man muss davon ausgehen, dass Boris Rhein nicht Bouffiers erste Wahl für seine Nachfolge in Hessen war. Aber vielleicht war der langjährige hessische CDU-Vorsitzende am Ende eher Getriebener als treibende Kraft des Umbruchs.

Gerade noch rechtzeitig bringt die hessische CDU den Personalwechsel auf den Weg. Der Frankfurter Jurist Boris Rhein soll Nachfolger des Gießener Juristen Volker Bouffier an der Spitze von Land und Partei werden. Bei der Landtagswahl 2023 wird er vermutlich gegen die starke Konkurrenz von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) und dem hessischen Vizeregierungschef Tarek Al-Wazir (Grüne) bestehen müssen.

Dass Ministerpräsident Bouffier ausgerechnet Rhein vorschlagen will, sagt einiges aus. Rhein hat den Machtstil des langjährigen Klüngels von Roland Koch und Volker Bouffier immer kritisch beäugt. Man muss davon ausgehen, dass er nicht Bouffiers erste Wahl war. Aber vielleicht war der langjährige CDU-Vorsitzende am Ende eher Getriebener als treibende Kraft des Umbruchs.

Rhein ist jovial, umgänglich und hat sich parteiübergreifenden Respekt erarbeitet. Politisch aber ist er klar verortet als konservativer und wirtschaftsnaher Christdemokrat. Bei der Landtagswahl werden die Persönlichkeiten eine wichtige Rolle spielen. Am Ende aber geht es um politische Profile. Der Wahlkampf kann beginnen.

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