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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat entschieden.
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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat entschieden.

Hessen

Supernovas, komplexe Chemie und Rechtstheorie: Leibniz-Preise gehen nach Hessen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Deutsche Forschungsgemeinschaft vergibt hoch dotierte Auszeichnungen. Geehrt werden Forschende aus Frankfurt, Gießen, Darmstadt und Marburg.

Großer Erfolg für Wissenschaftler:innen aus Hessen: Drei der zehn Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preise 2022 gehen an Forschende aus Frankfurt, Gießen, Marburg und Darmstadt. Das teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit, die den Preis seit 1986 jährlich vergibt. Er ist mit jeweils 2,5 Millionen Euro für jeden Preisträger und jede Preisträgerin dotiert.

Die ausgezeichneten Wissenschaftler:innen aus Hessen sind die Rechtshistorikerin Marietta Auer (Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt, und Justus-Liebig-Universität Gießen), die Chemikerin Stefanie Dehnen (Philipps-Universität Marburg) und der Astrophysiker Gabriel Martínez-Pinedo (Technische Universität Darmstadt). Die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) gratulierte und stellte fest, Hessens Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen seien „in vielen Forschungsbereichen an der Spitze“.

Die DFG zeichnete Auer für ihre rechtstheoretische Forschung aus. In ihrer Arbeit eröffne sie „eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen dem Privatrecht einerseits, das die Freiheit des Individuums garantieren soll, und dem öffentlichen Recht andererseits, das soziale Ordnung schaffen soll“, hieß es zur Begründung.

Herausragend an der Chemie Dehnens sei „die transdisziplinäre Vorgehensweise, insbesondere die Kombination von anorganischer und organischer Chemie, Komplexchemie und modernen theoretischen Methoden“, hielt die Forschungsgemeinschaft fest. Dehnens Ergebnisse hätten Einzug in Lehrbücher der Chemie gefunden, ihr Syntheseansatz werde weltweit genutzt.

Der Physiker Martínez-Pinedo hat nach Angaben der DFG erforscht, wie astrophysikalische Prozesse ablaufen, bei denen schwere Elemente entstehen. Seine Forschung habe einen Paradigmenwechsel herbeigeführt: „Nicht der Kollaps schwerer Sterne in Supernova-Explosionen ist der entscheidende Prozess, sondern die Verschmelzung von Neutronensternen.“

Auf dieser Erkenntnis aufbauend, habe Martínez-Pinedo vorhersagen können, dass ein solches Ereignis in der Beobachtung tausendmal heller als die in der Milchstraße bekannten Nova-Explosionen sein sollte. Diese Vorhersage habe sich bestätigt, als im Jahr 2017 erstmals eine Neutronensternverschmelzung mit Hilfe von Gravitationswellen und mit Teleskopen beobachtet werden konnte.

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