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Südhessen hat Platz für 1000 neue Windräder

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Von: Peter Hanack

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Es könnten mehr werden in Südhessen: Diese drei Windräder stehen bei Karben-Petterweil.
Es könnten mehr werden in Südhessen: Diese drei Windräder stehen bei Karben-Petterweil. © Rolf Oeser

Die Regionalversammlung will den Ausbau der erneuerbaren Energien in Südhessen beschleunigen. Denn bislang gibt es dort lediglich 250 Windkraftanlagen. Platz ist für deutlich mehr.

In Südhessen soll der Ausbau der erneuerbaren Energie genauer beobachtet und damit beschleunigt werden. Dafür hat die Regionalversammlung Südhessen (RVS) beschlossen, einen jährlichen Monitoringbericht vorzulegen. Dieser soll zeigen, wie die im so genannten Teilplan Erneuerbare Energien (TPEE) formulierten Ausbauziele verwirklicht werden.

„Bei uns besteht ein großes Interesse an der Wirksamkeit des Teilplans“, erläuterte Kai Gerfelder, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Regionalversammlung. Der Teilplan gehört zum Regionalplan Südhessen, der die grundlegenden Entwicklungsziele des Regierungsbezirks Darmstadt beschreibt. Der Bezirk umfasst ganz Südhessen inklusive Frankfurt und Rhein-Main-Gebiet.

Entwicklung gehemmt

„Wir wollen wissen, wie lange Genehmigungsprozesse dauern und was die Entwicklung hemmt“, ergänzte Harald Schindler, Vorsitzender der SPD in der RVS. Anhand einer regelmäßigen Information zum Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien in allen Bereichen der Energieerzeugung könne die Regionalversammlung Rückschlüsse für ihren regionalplanerischen Aufgaben ziehen.

SPD und CDU hatten als Kooperationspartner in der RVS in der letzten Sitzung des Jahres einen entsprechenden Antrag eingebracht. Demnach wird sich die Versammlung künftig jährlich mit dem Stand des Ausbaus der erneuerbaren Energien befassen.

11 000 Hektar Fläche

Der Plan legt Vorranggebiete zur Nutzung der Windenergie fest und enthält planerische Grundsätze zu den anderen erneuerbaren Energien, also Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft. Insgesamt sind dort Vorranggebiete in einer Größenordnung von rund 11 000 Hektar ausgewiesen. Das entspricht 1,5 Prozent der Planungsregion Südhessen.

Nach der Berechnungsgrundlage des hessischen Wirtschaftsministeriums, das eine Fläche von zehn Hektar pro Windkraftanlage vorsieht, werde durch den TPEE Platz für mehr als 1000 zusätzliche Windräder geschaffen. Derzeit sind in der Planungsregion lediglich 250 Windkraftanlagen in Betrieb.

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