Bildung

„Study Buddies“ helfen Erstsemestern

  • Pitt v. Bebenburg
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Hochschulen entwickeln neue Formate für Neulinge – dafür fließen in Hessen 1,5 Millionen Euro. Wissenschaftsministerin Dorn lobte das „oft kreative Engagement“ der Hochschulen.

Für Erstsemester begann das Studium nicht so, wie es normalerweise sein sollte. Kein Kennenlernen von anderen „Erstis“, kein Hineinschnuppern in die Räume der Unis, keine persönliche Hilfe bei den Hürden des Studienbeginns.

Die Hochschulen mussten neue Formate entwickeln, mit denen sie den Nachwuchs unterstützen. Das haben sie getan. Gut 1,5 Millionen Euro stünden dafür aus dem Hochschulpakt des Landes mit den Hochschulen zur Verfügung, berichtete Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne).

An vielen Hochschulen sollen Mentoring-Programme den Neulingen helfen. Studierende höherer Semester, „Study Buddies“ genannt, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. So handhaben es etwa die Unis in Marburg und Gießen. Die Uni Kassel hat eine virtuelle Campusführung erarbeitet, mit der man per Smartphone eine Art Schnitzeljagd über den Campus erleben kann.

Mehrere Hochschulen, etwa die Frankfurt University of Applied Sciences und die Hochschule Darmstadt, begrüßten die Erstsemester über Youtube. Die Darmstädter machten daraus eine Art Liveshow mit mehreren Übertragungsstandorten im Stil einer Fernsehsendung, bei der neue Studierende per Videokonferenz live zugeschaltet wurden und über soziale Medien Fragen der Zuschauerinnen und Zuschauer beantwortet wurden.

Die Frankfurter Goethe-Universität ersetzte die traditionelle „Uni-Startmesse“ durch eine musikalische Begrüßung per Video und einen „digitalen Wegweiser“.

Wissenschaftsministerin Dorn lobte das „oft kreative Engagement“ der Hochschulen. „Forschen und Lernen brauchen Austausch, und zum Studium gehört auch der Kontakt der Studierenden untereinander. Das können die Hochschulen derzeit nur begrenzt bieten“, bedauerte sie. Umso wichtiger sei es, „gerade die Studienanfängerinnen und -anfänger zu unterstützen“.

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