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Hessen

Studierende in Hessen benötigen Finanzhilfe

  • Pitt v. Bebenburg
    vonPitt v. Bebenburg
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Die Studierendenjobs sind weggebrochen. Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn berichtet, wie oft Überbrückungshilfe an die Betroffenen ausgezahlt wurde.

Die hessischen Studierenden sind in Corona-Zeiten klamm. Bei ihnen herrscht offenbar großer Bedarf, finanzielle Hilfen zu erhalten, um etwa den Verlust ihrer Jobs zu überbrücken. Das zeigen Zahlen, die Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) jetzt auf Fragen der SPD-Abgeordneten Daniela Sommer veröffentlicht hat.

Danach wurden von Anfang Juni 2020 bis Ende Februar 2021 mehr als 48 000 Anträge auf Überbrückungshilfe für Studierende gestellt. Rund 70 Prozent davon seien bewilligt worden, berichtete Dorn unter Berufung auf Angaben der fünf hessischen Studierendenwerke.

Damit wären für diesen Zeitraum knapp 34 000-mal Beträge von bis zu 500 Euro ausgezahlt worden. Da die Unterstützung monatlich beantragt werden kann, könnten Studierende das Angebot mehrfach in Anspruch genommen haben, wenn sich ihre finanzielle Lage nicht verbessert hat. Die Studierendenwerke vermögen nicht zu sagen, an wie viele Personen die Überbrückungshilfe ausgezahlt wurde, da dies statistisch nicht erfasst werde.

Voraussetzung für die Überbrückungshilfen ist, dass zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mehr als 500 Euro auf dem Konto liegen. Sind es weniger als 100 Euro, kann die volle Summe von 500 Euro beantragt werden. Das Geld wird deutschen und ausländischen Studierenden gleichermaßen gewährt. Allerdings müssen sie ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Der Bund hatte das Programm bis zum Ende des Sommersemesters 2021 verlängert.

Schon bevor die Überbrückungshilfe des Bundes im Juni 2020 startete, hatte Hessen auf das Problem reagiert. Seit April 2020 zahlte das Land einen Zuschuss zur Überbrückung von Notlagen, der 200 Euro betrug. Davon profitierten allerdings nur knapp 2000 Studierende, da der Topf dann ausgeschöpft war.

Kredite ohne Zinsen

Um höhere Beträge geht es bei den Studienkrediten, die bundesweit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bereitgestellt werden. Wegen der Pandemie-Notlage werden sie seit Mai 2020 ohne Zinsen gewährt. Nach Angaben der Bundesregierung gingen bis Ende Februar 2021 insgesamt 48 600 Anträge auf solche Kredite ein, die insgesamt ein Volumen von gut 1,5 Milliarden Euro umfassten – also mehr als 30 000 Euro über die Laufzeit im Schnitt. „Das Angebot wird sowohl von deutschen als auch von ausländischen Studierenden stark nachgefragt“, zitiert Dorn das Bundesbildungsministerium.

Die Hilfen reichen nach Auffassung der SPD aber nicht aus. Rund zwei Drittel der Studierenden finanzierten ihr Leben normalerweise mit Nebenjobs, die nun in vielen Fällen weggefallen seien, sagte die SPD-Abgeordnete Daniela Sommer der Frankfurter Rundschau. „Der Frust ist wirklich hoch.“

Damit wenigstens der Bafög-Bezug nicht unter den Corona-Bedingungen leidet, hat die schwarz-grüne Landesregierung eine Verlängerung von Regelstudienzeiten vorgenommen. Generell halten sowohl die hessische Koalition als auch die SPD eine Bafög-Reform für notwendig. CDU und Grüne in Hessen haben eine „elternunabhängige Komponente“ in die Diskussion gebracht sowie eine „Wohnbedarfspauschale“, die Studierende in Wohnorten mit hohen Mieten unterstützen soll. https://www.überbrückungshilfestudierende.de/start

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