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Für Betroffene hinterlässt das N-Wort psychologische Narben.
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Für Betroffene hinterlässt das N-Wort psychologische Narben.

Hessen

Stadt Kassel ächtet rassistisches Wort

  • Stefan Simon
    vonStefan Simon
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Stadtverordnetenversammlung stimmt Antrag von „Side by Side“ und Ausländerbeirat zu. Kassel ist damit bundesweit die vierte Kommune, die das N-Wort als rassitisch anerkennt.

Die Stadt Kassel habe bundesweit als vierte Kommune neben Heidelberg, Köln und Bocholt jegliche Verwendung des N-Worts als rassistisch anerkannt, teilte die Kasseler Initiative „Side by Side“ der Frankfurter Rundschau mit. Mit N-Wort wird der rassistische Begriff „Neger“ umschrieben.

Gemeinsam hatten „Side by Side“ und der Ausländerbeirat einen Antrag bei der Stadtverordnetenversammlung am 1. Februar eingebracht. In dem vom Vorsitzenden des Ausländerbeirats, Kamil Saygin, formulierten Antrag heißt es unter anderem, dass das N-Wort von vielen schwarzen Menschen und People of Colour (PoC) mit Leid, Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden sei. „Seit 2015 haben die Vereinten Nationen die Dekade afrikanischer Abstammung ausgerufen. Damit erkennt die internationale Gemeinschaft an, dass Menschen afrikanischer Abstammung eine eigenständige Gruppe darstellen, deren Menschenrechte gefördert und geschützt werden müssen“, heißt es weiter.

Die Mitbegründerin von „Side by Side“, Ruth Hunstock, verdeutlicht, wie verletzend das Wort für die Betroffenen ist. „Schwarze Menschen werden alltäglich mit dem N-Wort beschimpft. Es hinterlässt psychologische Narben, die Ängste und Alpträume verursachen. Sie fühlen sich zutiefst verletzt, weil sie das Opfer rassistischer Unterdrückung geworden sind.“ Das N-Wort sei „immer und in jedem Kontext verletzend und herabwürdigend“.

Babatunde, ein Mitglied der Gruppe „Side by Side“, sagt, er sei „besonders stolz darauf“, dass der Antrag zur Ächtung des N-Wortes in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht worden sei. „Wir zeigen dadurch auf, dass unser demokratisches System funktioniert und jeder von uns aus der Zivilgesellschaft auch ohne Parteibuch etwas Historisches erreichen kann“, betont er.

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