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Bildung in der Krise

Schulöffnung in Teilen Hessens abgesagt

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Immer mehr Kreise und Städte in Hessen lassen die Klassen 7 bis 11 im Distanzunterricht und stellen sich gegen das Kultusministerium. Dort fällt bald eine Entscheidung.

Hanau, Offenbach Stadt und Landkreis, Main-Kinzig-Kreis, Kreis Groß-Gerau: Immer mehr hessische Schulträger stellen sich gegen die Linie des Landes, vom nächsten Montag an die Schulen wieder für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 zu öffnen. Nun kamen auch noch der Lahn-Dill-Kreis und Fulda hinzu. Möglicherweise sagt das Kultusministerium die gerade erst angekündigte teilweise Öffnung der Schulen wieder ab.

Eigentlich sollen die Schülerinnen und Schüler, die die Klassen 7 bis 11 besuchen, vor den am 2. April beginnenden Osterferien die Schulen noch einmal von innen sehen. Denn diese knapp 240 000 Jugendliche zählende Gruppe ist seit Mitte Dezember ausschließlich zu Hause unterrichtet worden. So hat es Kultusminister Alexander Lorz (CDU) vergangene Woche gerade erst erklärt. Wenigstens einen Tag pro Woche sollten sich die Jugendlichen wieder „an die Schule gewöhnen“ können.

Nun aber halten immer mehr Schulträger am Distanzunterricht fest. In Stadt und Kreis Offenbach, dem Main-Kinzig-Kreis, im Kreis Groß-Gerau und in der Stadt Hanau, im Lahn-Dill-Kreis und im Kreis Fulda bleiben die Schulen den älteren Jahrgängen weiterhin verschlossen. Ausnahmen gibt es nur, wie schon bisher, für die Abschlussklassen und den Jahrgang Q2, der nächstes Jahr Abitur macht. Diese erhalten Präsenzunterricht. Außerdem werden seit 22. Februar die Klassen 1 bis 6 im Wechselmodell unterrichtet.

Die steigenden Infektionszahlen und die sich ausbreitenden Virus-Mutanten machten weitere Schulöffnungen unmöglich, argumentieren die Schulträger. Der Hessische Philologenverband und nun auch der Verband der Berufsschullehrer:innen stemmt sich gegen die Ausweitung des Prä-senzunterrichts. Sie fordern, die Pläne zurückzunehmen.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte in seiner Regierungserklärung am Montag seinem Ärger über die Lehrerverbände Luft gemacht. Erst drängten sie darauf, die älteren Jahrgänge zurückzuholen. Dann warnten sie plötzlich davor.

Möglicherweise nimmt nun aber auch das Kultusministerium die geplante Öffnung zurück. Ein Ministeriumssprecher sagte am Mittwoch auf Anfrage, darüber solle kurzfristig entschieden werden. Der Wechselunterricht für die Klassen 1 bis 6 sowie der Präsenzunterricht für die Abschlussklassen und die Q2 solle aber beibehalten werden. mit jur

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