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Trotz Coronavirus sollen Kinder der Klassen 7 bis 11 in Hessen noch vor Ostern noch in die Schule gehen. (Symbolbild).
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Trotz Coronavirus sollen Kinder der Klassen 7 bis 11 in Hessen noch vor Ostern noch in die Schule gehen. (Symbolbild).

Schule

Coronavirus: Schulöffnung in Hessen in der Kritik - „Schnellschuss des Kultusministers“

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Noch vor den Osterferien sollen trotz Coronavirus-Pandemie einige Schüler:innen wieder in die Schule. Hessens Lehrkräfte und die SPD kritisieren den „Zick-Zack-Kurs“ des Landes.

Frankfurt – Die hessische Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Ankündigung von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) begrüßt, noch vor den Osterferien die Klassen 7 bis 11 zumindest für jeweils einen Tag in die Schule zu lassen. Es gibt aber auch Mahnungen, angesichts steigender Infektionszahlen mit der Öffnung von Schulen äußerst zurückhaltend zu bleiben.

„Viele Schülerinnen und Schüler waren über Wochen ausschließlich im Distanzlernen“, sagte die GEW-Landesvorsitzende Maike Wiedwald am Donnerstag. Das stelle häufig eine psychische und soziale Belastung dar. Es sei daher ausgesprochen wichtig, dass wieder ein regelmäßiger Kontakt in Präsenz stattfinde.

GEW Hessen begrüßt, dass Personal in Schulen gegen Coronavirus geimpft wird

Gleichzeitig forderte sie, den Schulbetrieb etwa mit der Anschaffung von Luftfiltern weiter abzusichern. Gut sei, dass Erzieher:innen und Grundschullehrkräfte bereits geimpft würden. Wiedwald begrüßte ebenfalls die Ankündigung von Minister Lorz, dass nun auch die Lehrkräfte an weiterführenden Schulen sowie das gesamte Personal wie Sekretär:innen und Hausmeister:innen gegen eine Infektion mit Covid-19 geimpft werden sollen.

Zurück im Klasssenraum

Die Klassen 1 bis 6 werden im Wechselmodell unterrichtet, tage- oder wochenweise in geteilten Gruppen

Die Klasse 7 bis 11 sollen ab 22. März mindestens einmal pro Woche in die Schule. Am 2. April beginnen dann die Osterferien, die bis 18. April dauern.

Nach den Osterferien sollen die Grundschulen in den eingeschränkten Regelunterricht, ab Klasse 7 soll es Wechselunterricht geben. pgh

Für die SPD-Landtagsfraktion forderte der bildungspolitischer Sprecher Christoph Degen, den Wechselunterricht für alle Schülerinnen und Schüler für den Rest des Schuljahres einzuführen. Dies biete bis zu den Sommerferien für Eltern, Schüler:innen und die Schulen selbst die größtmögliche Planungssicherheit. Lorz warf er vor, einen Zickzackkurs zu fahren. Noch am Freitag habe es geheißen, die Klassen 7 bis 11 sollten erst nach den Osterferien in die Schule kommen, drei Tage später sei dann die Ansage gekommen, es solle doch schon vor den Ferien Präsenztage geben.

Coronavirus in Hessen: VBE warnt vor weiterer Öffnung der Schulen

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) warnt davor, Schulöffnungen weiter voranzutreiben. Bevor dies geschehen könne, müsse der Gesundheitsschutz aus den Säulen Impfen, Testen und Hygienekonzepten uneingeschränkt umgesetzt werden.

Der Verband der Lehrer Hessen beklagte, dass es in den Schulen nach wie vor keine Luftfilter und auch sonst keinen ausreichenden Gesundheitsschutz für schulisches Personal gebe. Zwar sei es gut, dass es kostenlose Testangebote gebe, nötig sei aber, alle Lehrkräfte und schulisches Personal zu impfen. Erst dann könne zum Regelunterricht zurückgekehrt werden, so der VDL.

Coronavirus in Hessen: Lehrerverband spricht von Schnellschuss des Kultursministers

Der Deutsche Lehrerverband Hessen (DLV) sprach ebenfalls von einem Schnellschuss des Kultusministers. Der organisatorische Aufwand, um die Präsenztage noch vor den Osterferien zu ermöglichen, sei enorm. Zudem, so der DLV, hätte auch das Impfangebot für Lehrkräfte bereits ausgeweitet werden müssen. (Peter Hanack)

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