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Schule muss sich ändern – überall

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Von: Peter Hanack

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Was willst du werden, wenn du groß bist?
Was willst du werden, wenn du groß bist? © Imago

Informatik, Ökologie und Ökonomie sind Schlüsselthemen für die Entwicklung unserer Gesellschaft. Insofern ist der Ansatz für das neue Fach „Digitale Welt“ an Hessens Schulen gut gewählt. Ein Kommentar.

Bisher hat Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sich strikt geweigert, über neue Schulfächer öffentlich auch nur nachzudenken. Kein Wunder, sind die Begehrlichkeiten auf allen Seiten doch groß – mehr Wirtschaft, mehr Informatik, mehr Verbraucherbildung, Lebenskunde und Umweltschutz sind nur einige Beispiele.

Nun soll es also ein Mix aus Informatik, Ökologie und Ökonomie sein. Dass dies Schlüsselthemen für die Entwicklung unserer Gesellschaft sind, lässt sich kaum bestreiten. Insofern scheint der Ansatz gut gewählt. Auch die erklärte Absicht, Theorie und Praxis zu verzahnen, Unterrichtsinhalte im realen Leben begreifbar zu machen, deren Bedeutung zu vermitteln und bei Schülern und Schülerinnen gleichermaßen Begeisterung zu wecken – gerne mehr davon.

Es bleiben Fragen

Und doch bleiben Fragen. Woher sollen die Lehrkräfte kommen, die solcherlei in drei sehr unterschiedlichen Disziplinen tatsächlich leisten können? Schon jetzt fehlt es an qualifiziertem Personal in den Schulen. Was soll aus dem Stundenplan gestrichen werden, wird die „Digitale Welt“ einmal flächendeckend eingeführt? Und wie soll man Schülern und Schülerinnen vermitteln, dass nach der „Digitalen Welt“ mit ihrem Wirklichkeitsbezug jetzt wieder Schillers Balladen gelesen werden?

Schule muss sich überall ändern. Vielleicht hat Hessen dazu gerade den ersten Schritt getan.

Siehe „Hessen bekommt ein neues Schulfach“

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