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Landtag, Wiesbaden, Fassade
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Der Hessische Landtag von außen.

GUT GEBRÜLLT

Ruhe vor dem Sturm

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Was hat ein frisches Stück Fleisch mit Politik zu tun? Was eine knallrote Tomate? Und Windräder vor stahlblauem Himmel? Die Fragen sind berechtigt, deswegen reichen wir sie gleich weiter an Schülerinnen und Schüler. So macht das schließlich auch der hessische Landtag.

Nicht, dass die Abgeordneten um Antworten verlegen wären. Aber das Parlament hat Material für die politische Bildung herausgebracht. Auf den Arbeitsbögen sind Fleisch, Tomaten und Windräder abgebildet, samt der Aufforderung: „Beschreibe, was du auf den Bildern siehst und was das Dargestellte mit Politik zu tun haben könnte.“

Ein paar Arbeitsblätter später werden die Jugendlichen bereits aufgefordert, sich zu überlegen, welche Jugendorganisation zu ihnen passt – vielleicht sogar eine Nachwuchsorganisation der Parteien. So wird der Abgeordnetennachwuchs gewonnen.

Eine andere Frage an die jungen Leute hätte lauten können: Noch eine Woche bis zur Bundestagswahl, und was macht der hessische Landtag? Die Antwort wäre allerdings zu leicht gewesen. Sie lautet: Nichts.

Generalkonsul und Bergmähwiesen-Meisterschaft

Gut, Landtagspräsident Boris Rhein empfängt den russischen Generalkonsul Ivan Khotulev zu einem Gespräch und Umwelt-Staatssekretär Oliver Conz zeichnet die Gewinner der Bergmähwiesen-Meisterschaft im Vogelsberg aus. Aber das war’s dann auch schon.

Bouffiers Wahlkampf für Sohn Frederik

Im benachbarten Mainzer Landtag stimmen sich die rheinland-pfälzischen Politikerinnen und Politiker mit einer feurigen Plenardebatte auf den Wahlsonntag ein. Und auf der hiesigen Rheinseite? Ruhe vor dem Sturm. Es gibt keine Plenardebatte, die folgt in Wiesbaden erst in der Woche nach der Bundestagswahl. Aber es stehen auch keine Sitzungen von Haushalts-, Digital-, Wissenschafts- oder sonstigen Ausschüssen an wie sonst in Wochen vor Plenarsitzungen. Wie es scheint, bindet der Wahlkampf alle Kräfte. So facht Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Heimatstadt Gießen nicht nur den schlappen Wahlkampf seines Kanzlerkandidaten Armin Laschet an, sondern gleich noch den Wahlkampf seines Sohns Frederik, der in Gießen für den Posten des Oberbürgermeisters kandidiert.

Vor dem Laptop im Innenhof

Auch in dieser Woche war schon wenig los. Immerhin, es gab eine ungewöhnliche Pressekonferenz. Denn der Abgeordnete, der zu uns Journalistinnen und Journalisten sprach, war nicht in den gleichen Raum gekommen, sondern vor der Tür geblieben. Stefan Müller, Innenpolitiker der FDP, saß vor seinem Laptop im Innenhof des Landtags, wo er unsere Fragen nur schlecht verstand, aber trotzdem kompetent antwortete.

Was war geschehen? Corona? Quarantäne? Nichts dergleichen. Müller und zwei seiner Abgeordnetenkollegen warben für einen Anspruch von hessischen Bediensteten auf mobiles Arbeiten. Um zu demonstrieren, dass sich mit Hilfe digitaler Vernetzung auch gut von verschiedenen Orten kooperieren lässt, war nur FDP-Fraktionschef René Rock im Mediensaal des Landtags erschienen. Die anderen Freidemokraten, Müller draußen auf dem Hof und Oliver Stirböck in einem Offenbacher Café, ließen sich zuschalten.

Mit einem Klick in den Wahlkampf

Wenn das so weitergeht, tagt auch das Landtagsplenum künftig an verschiedenen Orten. Nur der Landtagspräsident ist dann noch vor Ort. Die anderen halten ihre Reden über Fleisch, Tomaten und Windräder im Landtags-Innenhof, in Offenbacher Cafés oder aus der heimischen Küche – ganz wie es beliebt. Von dort können sie prima gleich zum Wahlkampf-Auftritt wechseln – mit einem Klick.

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