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In der Platensiedlung im Frankfurter Stadtteil Ginnheim hat die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding in großem Stil Wohnraum durch Aufstockung geschaffen. Foto: Peter Jülich
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In der Platensiedlung im Frankfurter Stadtteil Ginnheim hat die städtische Wohnungsgesellschaft ABG Frankfurt Holding in großem Stil Wohnraum durch Aufstockung geschaffen.

Wohnungen

Rhein-Main: Land soll Aufstockung von Häusern erleichtern

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Der Eigentümerverband Haus & Grund sieht in der Aufstockung ein riesiges Potenzial. Nach einer Studie könnten 240.000 Wohnungen in der Region auf diese Weise entstehen.

Der Eigentümerverband Haus & Grund Hessen fordert angesichts des knappen Wohnraums im Rhein-Main-Gebiet das Land auf, den Bau von Wohnungen durch Aufstockung zu fördern und zu erleichtern. Das Potenzial für eine solche Nachverdichtung ist zumindest nach einer Studie von Karsten Tichelmann, Professor der TU Darmstadt, gewaltig. Demnach könnten allein im Rhein-Main-Gebiet 240 000 Wohnungen durch die Aufstockung von Wohngebäuden, aber auch etwa von Supermärkten, Bürogebäuden oder Parkhäusern entstehen. Tatsächlich seien seit 2018 lediglich 4200 neue Wohnungen in der Region auf diese Weise entstanden.

Tichelmanns Studie zeige einen praktikablen Ausweg aus der Wohnungsmisere, sagt Christian Streim, der Vorsitzende von Haus & Grund Hessen. Aufstockung schaffe Wohnraum ohne Flächenverbrauch. „Dieses Potenzial liegt seit Jahren in Hessen brach.“ Streim fordert das Land auf, endlich einen vom Eigentümerverband vorgelegten „Sechs-Punkte-Plan“ zur Aufstockung aufzugreifen. Dessen Ziel ist eine massive Deregulierung.

Nach Ansicht von Haus & Grund sollte ein Bauantrag für eine Aufstockung als genehmigt gelten, wenn über diesen nicht innerhalb von zwei Monaten entschieden ist. Dachgeschossausbauten sollten sogar genehmigungsfrei sein. Der Eigentümerverband fordert zudem einen Wegfall der Stellplatzablösen für Dachausbauten und Aufstockungen. Das Land soll einen Fördertopf für Aufstockungen und Dachausbau in Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt und eine zentrale Anlaufstelle für alle, die aufstocken wollen, einrichten. Außerdem fordert Haus & Grund Hessen, der entstehende Wohnraum sollte keiner Mietpreisregulierung und keinen Vorschriften zur Kündigungsbeschränkung unterliegen.

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