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Polizei

Rechte Symbole bei der Frankfurter Polizei

Frankfurter Spezialeinsatzkräfte bezogen sich auf den Film „300“. Der besitzt in der rechten Szene eine besondere Bedeutung

Polizisten des Frankfurter Spezialeinsatzkommandos (SEK) haben sich nicht nur volksverhetzende und nationalsozialistische Botschaften zugesandt. Sie nutzten bei der Gestaltung ihrer Diensträume auch eine Symbolik, die in der rechten Szene beliebt ist. Das wurde von den Vorgesetzten hingenommen oder nicht bemerkt.

Nach Auskunft des Polizeipräsidenten von Westhessen, Stefan Müller, verwendeten die Polizisten Bilder und Gegenstände, die dem martialischen Film „300“ entlehnt sind. Das dort verwendete griechische Lambda-Symbol ist das Kennzeichen der rechtsextremen Identitären Bewegung.

Müller, der den Neuaufbau des SEKs in Hessen leitet, sagte, rechte Gruppierungen hätten die Symbolik aus dem Film „in anderen Kontexten verwendet“. Nun prüften das Landeskriminalamt und das Landesamt für Verfassungsschutz, ob die SEK-Beamten diesen Bezug gekannt hätten.

In einer Sitzung des Landtags-Innenausschusses in Wiesbaden hatte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) zuvor geschildert, dass der Chatgruppen-Skandal weit größere Ausmaße hat als bisher von ihm berichtet. Insgesamt gehe es um sieben Chatgruppen, an denen 56 Personen teilgenommen hätten, darunter 49 Polizeibeamte, zwei ehemalige Polizisten und fünf externe Personen. Ob Frauen dabei waren, wurde nicht bekannt – im Frankfurter SEK waren nach Beuths Angaben nur Männer tätig.

Die Chats waren im Zuge von Ermittlungen gegen einen SEK-Beamten aufgeflogen, der Darstellungen von sexualisierter Gewalt gegen Kinder verbreitet haben soll, sogenannte Kinderpornografie. Beuth berichtete, welches Ausmaß von Daten dieser Mann gehortet hat: Als Mitglied von 1800 Gruppen seien auf seinem Mobiltelefon 150 000 Fotos, 9000 Videos und 2000 Audiodateien gefunden worden.

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