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Rassismus und Klimawandel sind Themen der hessischen Schulkinowochen

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Von: Peter Hanack

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Auch zu sehen: Klassenleben, ein Dokumentarfilm über eine etwas besondere Berliner Grundschule.
Auch zu sehen: Klassenleben, ein Dokumentarfilm über eine etwas besondere Berliner Grundschule. © Piffl Medien

Die Schulkinowochen in Hessen starten mit vollem Programm und verminderter Kapazität. Der Eintritt kostet vier Euro. Anmelden kann man sich bis 4. März.

Mit den Schwerpunkten Rassismus, Klimawandel, queere Identitäten und Nachhaltigkeit finden vom 21. März bis 1. April die hessischen Schulkinowochen statt – aufgrund von Corona mit nur etwa halb so vielen jungen Kinogästen wie vor der Pandemie. Anmelden für den Wunschfilm kann man sich bis 4. März.

Die Veranstalter:innen sind froh, überhaupt wieder mit einiger Verlässlichkeit Kinos öffnen und Begegnungen, Gespräche und Diskussionen in Präsenz anbieten zu können, wie Ellen Harrington, Direktorin des Deutsche Filminstituts und Filmmuseums in Frankfurt, am Donnerstag erläuterte. Kino ermögliche das „Abtauchen in andere Welten, man kann dort den Alltag für eine Zeit vergessen“, sagte Kultusstaatssekretär Manuel Lösel für die hessische Landesregierung. Danach habe man sich gerade in den vergangenen zwei Jahren oft gesehnt.

PROGRAMM UND ANMELDUNG

Die Schulkinowochen laufen in der Zeit von 21. März bis 1. April in 68 Kinos in ganz Hessen.

Eingeladen sind Schüler:innen aller Altersstufen und Schulformen, Kitas und soziale Einrichtungen in Hessen.

Der Eintritt kostet vier Euro je Schüler:in, zwei Begleitpersonen sind frei.

Beratung, Buchung und aktuelle Informationen unter 069/961 220 681 oder hessen@schulkinowochen.de.

Das Programm und die aktuellen Hygieneregeln sind zu finden unter www.schulkinowochen-hessen.de

Ziel der Schulkinowochen sei es, Schülern und Schülerinnen den „magischen Ort Kino“ näherzubringen, so Michael Jahn von Vision Kino, der das Projekt bundesweit leitet. Gemeinsam sehen, miteinander nachdenken und sprechen, das könne auch Handeln verändern.

Die Schulkinowochen böten einen niedrigschwelligen Zugang für alle, erklärte Jasmin Weber vom Filmladen Kassel. Das Kino beteiligt sich wie 67 weitere in ganz Hessen an den Schulkinowochen. Bei dem Projekt können Schülerinnen und Schüler zu einem günstigen Preis Kinofilme ansehen und an begleitenden Workshops und Gesprächen teilnehmen.

Wegen Corona kann in den Sälen der Lichtspieltheater nur jeder zweite Platz besetzt werden. Dennoch sind noch nicht alle Vorstellungen ausgebucht. Das liege auch daran, dass manche Schulen mit der Anmeldung noch etwas zögerlich seien. Bislang seien 23 000 Buchungen eingegangen, berichtete Anna Katharina Potzuweit, Projektleiterin für Hessen. Allerdings sei die Nachfrage aktuell groß, so dass bis zu 10 000 weitere Buchungen dazu kommen könnten. Damit sei dann auch die Kapazität der Kinos ausgeschöpft. Zum Vergleich: 2020 hatten sich mehr als 75 000 Schüler:innen angemeldet. Wegen Corona konnte aber nur die erste von zwei Wochen stattfinden. 2021 wurden die Vorstellungen in den Sommer verlegt, rund 22 000 junge Kinobesucher:innen kamen, 10 000 weitere nahmen digitale Angebote wahr.

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