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Hinter den Fotovoltaik-Panelen auf einem Scheunendach dreht sich am 06.05.2013 bei Niederkrüchten (Nordrhein-Westfalen) eine Windkraftanlage.
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Hinter den Fotovoltaik-Panelen auf einem Scheunendach dreht sich am 06.05.2013 bei Niederkrüchten (Nordrhein-Westfalen) eine Windkraftanlage.

Hessen

Projekt aus Hessen: Wo sich Solar- und Windkraft lohnen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Ein Frankfurter Forscherteam führt Daten über gute Standorte für Wind- und Solarkraft für die ganze Europäische Union zusammen.

Wenn der Kampf der Europäischen Union (EU) gegen die Klimaveränderung erfolgreich geführt wird, dann könnte das mit einem hessischen Projekt zusammenhängen. Es gehe darum, „allen EU-Staaten zu zeigen, wie es möglich ist, schnell und verlässlich die guten Standorte für Solar- und Windkraftanlagen zu finden“, erklärte Professorin Martina Klärle von der Frankfurt University of Applied Sciences am Mittwoch in einer Onlinepressekonferenz.

So will die Umweltwissenschaftlerin Klärle mit dem Geoinformatiker Robert Seuß „den Green Deal voranbringen“. Der Begriff Green Deal steht für das billionenschwere EU-Programm mit dem Ziel, den Kontinent bis 2050 klimaneutral zu gestalten.

Gute Standorte gesucht

Dafür treibt das Forscherteam aus Frankfurt ein Vorhaben mit dem Namen „Carel“ voran. Er steht für „Computer-Aided Renewable Energy Language“, zu deutsch etwa: Computergestützte Sprache der erneuerbaren Energien. Damit soll es möglich werden, kostengünstig und schnell die ertragreichsten Standorte für Windkraft- und Solaranlagen in der ganzen EU zu ermitteln.

In Hessen gibt es die bereits. Seit 2008 hatte Klärle ein Solarkataster für das Bundesland entwickelt, seit 2014 auch ein Windkataster. Die Daten sind öffentlich zugänglich und können etwa von Hauseigentümerinnen und -eigentümern genutzt werden, um zu entscheiden, ob sich eine Solaranlage auf dem eigenen Dach lohnt.

Dieses Prinzip soll nun auf alle 27 EU-Staaten ausgeweitet werden, beginnend mit fünf Modellstaaten, die noch ausgewählt werden müssen. Dafür stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Flächendaten, Windgeschwindigkeiten oder Daten zur Sonneneinstrahlung zusammen und arbeiten sie mit Hilfe von Methoden der Künstlichen Intelligenz auf.

Hessen gibt 400 000 Euro

Hessen fördert das Carel-Programm mit knapp 400 000 Euro. Hinzu kommen rund 00 Euro aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung. Die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) übergab virtuell den Bescheid. Sie nannte Carel „ein schönes Beispiel“ dafür, „welch großes Potenzial sich aus der kostenfreien Bereitstellung öffentlich zugänglicher Daten ergeben“ könne.

Sinemus wies auf das hessische Gesetz zur kostenlosen Bereitstellung offener Geobasisdaten hin. Das war von der schwarz-grünen Landesregierung vor wenigen Tagen in den Landtag eingebracht worden. Es soll vorschreiben, dass die Geobasisdaten der Kataster- und Vermessungsbehörden sowie Immobilienmarktdaten der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte kostenfrei und ohne gesetzliche Nutzungsbeschränkungen zur Verfügung gestellt werden.

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