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Der beschuldigte Beamte war für das SEK Frankfurt tätig, das hier bei einer Übung zu sehen ist. Foto: Michael Schick
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Der beschuldigte Beamte war für das SEK Frankfurt tätig, das hier bei einer Übung zu sehen ist.

Hessischer Polizeiskandal

Polizeiskandal: Verdächtiger Beamter hortete Zehntausende Fotos

  • Hanning Voigts
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  • Pitt von Bebenburg
    Pitt von Bebenburg
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Auf die rechten Chatgruppen in der hessischen Polizei stieß die Staatsanwaltschaft nur wegen der Ermittlungen gegen einen 38-jährigen Beamten. Der Polizist soll kinderpornografisches Material besessen haben.

Die Zahlen sind so hoch, dass die Landtagsabgeordneten sie kaum fassen konnten. Innenminister Peter Beuth (CDU) schilderte am Dienstagabend im Hessischen Landtag, was auf Datenträgern des 38 Jahre alten SEK-Beamten gefunden wurde, durch den die Ermittlungsbehörden auf die Spur der rechtsextremen Chatgruppen in der hessischen Polizei gebracht wurden.

Diese Gruppen waren demnach nur einige unter insgesamt 1800 Gruppen, an denen der zuletzt beim inzwischen aufgelösten Frankfurter SEK tätige Beamte auf seinem Smartphone teilnahm. Auf dem Gerät wurden nach Beuths Angaben daneben 150 000 Fotos gefunden, 9000 Videos und 2000 Audiodateien. Auf anderen Datenträgern des Polizisten, der unter dem Verdacht steht, Kinderpornografie besessen und verbreitet zu haben, hätten sich rund 40 000 Bilddateien und 6000 Videodateien gefunden. Der hessische Innenminister führte nicht im Detail aus, wie viele der Zehntausenden Dateien harmlos sind, wie viele rechtsextreme Inhalte und wie viele sexualisierte Gewalt gegen Kinder beinhalten.

Das Ermittlungsverfahren gegen den 38 Jahre alten Polizisten, der zuletzt dem SEK Frankfurt angehörte und in Mainz lebt, war im August vergangenen Jahres von der Staatsanwaltschaft Mainz eröffnet worden. Wie die Behörde der Frankfurter Rundschau auf Nachfrage mitteilte, sei der Hinweis auf mögliche Straftaten des Beamten von einer Privatperson gekommen, „die keinen beruflichen Bezug zu Polizeibehörden hat“. Nach ersten Ermittlungen wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft im Oktober vergangenen Jahres ein Durchsuchungsbeschluss gegen den 38-Jährigen erlassen, im Dezember wurde dann seine Wohnung durchsucht. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft mehrere Handys und Datenträger sichergestellt, die dann in der Folge ausgewertet werden mussten.

Beamter auf freiem Fuß

Im Laufe der Ermittlungen stieß die Staatsanwaltschaft auch auf die Chatgruppen mit rechtsextremen und neonazistischen Inhalten. Das Verfahren wegen dieser Gruppen, das sich aktuell gegen 19 aktive und einen ehemaligen hessischen Polizisten richtet, wurde an die Staatsanwaltschaft Frankfurt übergeben und wird dort bis heute geführt.

Die Ermittlungen gegen den 38-jährigen Polizisten dauern laut Staatsanwaltschaft Mainz ebenfalls an. Die Ermittlungen würden nur gegen ihn geführt, der Polizist sei keiner weiteren Straftaten verdächtig und sei aktuell auf freiem Fuß, teilte die Behörde mit. (Hanning Voigts und Pitt v. Bebenburg)

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