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Plan für Windenergie in Südhessen steht

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Von: Peter Hanack

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Aus Wind wird Strom: In Südhessen steht nun fest, wo Rotoren gebaut werden dürfen und wo nicht.
Aus Wind wird Strom: In Südhessen steht nun fest, wo Rotoren gebaut werden dürfen und wo nicht. © dpa

Auf 11 000 Hektar dürfen in Südhessen Rotoren gebaut werden. Dafür wurden 122 Vorranggebiete definiert.

Nun ist es amtlich: Im Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main gibt es 18 Gebiete, die für Windräder reserviert sind. Mit der Veröffentlichung im Staatsanzeiger ist der entsprechende Plan am 24. Februar in Kraft getreten. Auch für ganz Südhessen stehen jetzt die Windvorranggebiete fest.

Auf genau 1287 Hektar dürfen nun im engeren Rhein-Main-Gebiet Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind errichtet werden. Auf der restlichen Fläche sind Windräder tabu. „Damit stellen wir die Rahmenbedingungen für einen geordneten und rechtssicheren Bau von Windkraftanlagen sicher“, sagte Thomas Horn (CDU), Direktor des Regionalverbandes Frankfurt-Rhein-Main, am Montag.

Zweimal ist der nun nach langem Vorlauf in Kraft getretene sogenannte Sachliche Teilplan Erneuerbare Energien der Öffentlichkeit und den Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange vorgestellt worden. Bei der Beteiligungsrunde von Februar bis April 2014 sind dazu laut Regionalverband rund 2800 Stellungnahmen eingereicht worden. Zur Offenlage im April und Mai 2017 seien es sogar 5350 Stellungnahmen gewesen. 98 Prozent davon kamen von Privatleuten.

Die meisten der Einwendungen hätten sich auf den Natur- und Artenschutz bezogen, berichtete Horn. Mit deutlichem Abstand sind demnach Argumente gefolgt, die sich auf den Freizeit- und Erholungswert der Landschaft bezogen hätten. Weitere Themen seien Gesundheitsgefahren, das Landschaftsbild sowie der Schutz des Waldes gewesen.

Tausende Einwendungen

Die Regionalversammlung Südhessen und die Verbandskammer des Regionalverbands hatten den Teilplan Erneuerbare Energien, der zum Regionalplan Südhessen gehört, im Jahr 2019 mit Änderungen beschlossen. Damals enthielt er noch gut 5700 Hektar unbeplante Flächen, sogenannte Weißflächen. Für diese Gebiete war nun das Planänderungsverfahren erforderlich, das zwei Jahre dauerte.

Im gesamten Regierungsbezirk Darmstadt ist damit abschließend festgelegt, wo in den nächsten Jahren Windenergieanlagen errichtet werden können und wo deren Bau von vornherein ausgeschlossen ist.

Der Teilplan enthält nun insgesamt 122 Vorranggebiete zur Nutzung der Windenergie. Sie haben zusammen etwas mehr als 11 000 Hektar. Damit werden 1,5 Prozent der Fläche des Regierungsbezirks Darmstadt der Windenergienutzung zur Verfügung gestellt.

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