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Lehrkräfte-Ausbildung

Personalrätin mahnt: „Viele Beschäftigte verzweifeln“

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Beschäftigte der hessischen Lehrkräfteakademie protestieren gegen Umzugspläne von Frankfurt nach Gießen und Alsfeld. Vor allem die langen Wege schrecken ab.

Beschäftigte der Lehrkräfteakademie sind an die Öffentlichkeit gegangen. Sie protestieren gegen den Umzug großer Teile der landeseigenen Behörde, die viele Dependancen im Land und ihre Zentrale bisher in Frankfurt hat, nach Gießen und Alsfeld. Dieser für 2024 geplante Umzug sei unsinnig und verlängere für die meisten Bediensteten die Wege zur Arbeit immens.

„Bei vielen von uns macht sich die Verzweiflung breit“, sagte die Personalratsvorsitzende Claudia Kilian in einem Pressegespräch am Donnerstag. Es handele sich bei den Beschäftigten zu großen Teilen um Verwaltungsmitarbeiter:innen, die oft schon lange bei der Ausbildungsbehörde des Landes beschäftigt seien und eine „hohe emotionale Bindung“ zu ihrer Tätigkeit hätten. Sie fürchteten nun um ihre Stellen.

Eine Befragung der rund 150 vom Umzug Betroffenen habe gezeigt, dass sich die Situation durch eine Verlagerung der Behörde deutlich verschlechtere. So werde der Weg zum Arbeitsplatz für mindestens 80 bis 90 Prozent der Beschäftigten länger. Durchschnittlich müssten sie von ihrem jetzigen Wohnort bis Gießen 85 Kilometer, bis Alsfeld sogar 113 Kilometer fahren. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Gießen bezeichneten lediglich 30 Prozent als gut, im Falle eines Umzugs nach Alsfeld waren es sogar nur rund zwei Prozent.

„Die von der Landesregierung beschlossene Zentralisierung von Abteilungen in Gießen und Alsfeld gefährdet die Arbeitsfähigkeit der Lehrkräfteakademie“, sagte Christoph Degen von der SPD-Fraktion im Landtag, die den Protest gegen den Umzug unterstützt. Zudem sei sie nicht ökologisch, da die Fahrten mit den Auto zunähmen und zudem deutlich länger würden. Vor allem für Beschäftigte in Teilzeit oder Menschen mit Behinderungen sei dies kaum zu bewältigen, so Kilian.

Die Landesregierung argumentiert, die Zusammenlegung von Abteilungen erhöhe die Effizienz. Zudem werde der ländliche Raum gestärkt und es gebe mehr Möglichkeiten zur Telearbeit.

Degen appellierte an Schwarz-Grün, die Umzugspläne noch einmal zu überdenken. Wenn für die Lehrkräfteakademie schon neu gebaut werden solle, dann solle dies an besser erreichbaren Standorten geschehen. „Die Landesregierung sollte den Mitarbeitenden zuhören“, mahnte er. Als Minimum müssten sozialverträgliche Lösungen gefunden werden für die vielen, die nicht mit umziehen könnten oder wollten. „Ich habe aber auch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die jetzige dezentrale Struktur doch beibehalten wird“, so Degen.

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