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Wer sich nicht impfen lässt, muss sich testen lassen. In Hessen jetzt häufig mit einem teuren selbstbezahlten PCR-Test.
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Wer sich nicht impfen lässt, muss sich testen lassen. In Hessen jetzt häufig mit einem teuren selbstbezahlten PCR-Test.

Corona-Krise

Hessen verschärft Corona-Regeln: PCR-Tests werden vielerorts zur Pflicht – Kommt die 2G-Regel?

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Die hessische Landesregierung verschärft die Corona-Regeln und setzt dabei vor allem auf Testen. In den Kliniken sind schon mehr als 200 Intensivbetten von Covid-19-Erkrankten belegt.

Hessen - Wer in Hessen von Donnerstag (11.11.2021) an eine Veranstaltung im Innenbereich besuchen will, muss entweder geimpft oder genesen sein – oder einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen. Insgesamt verschärft die Landesregierung angesichts stark steigender Infektionszahlen und Krankenhauseinweisungen das Testregime – auch an den Schulen und in Betrieben.

„Die Ungeimpften treiben die Infektionsdynamik immer weiter voran“, sagte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Montag in Wiesbaden, wo er gemeinsam mit Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) die neuen Maßnahmen zum Infektionsschutz vorstellte. Anlass ist das Erreichen der Warnstufe 1, wonach mindestens 200 Intensivbetten in Hessens Krankenhäusern von Patient:innen mit einer Corona-Erkrankung belegt sind. Am Montag waren es nach Auskunft Kloses 205.

Corona in Hessen: Mehr Intensivpatienten

Es sei damit zu rechnen, dass diese Zahl in nächster Zeit noch übertroffen würde, sagte Bouffier. Das Ansteigen der Infektionszahlen und die Zunahme schwerer Krankheitsverläufe sei keine wirkliche Überraschung. Es sei weiterhin eine „Pandemie der Ungeimpften“. Eine Impfpflicht in bestimmten Berufsgruppen wie der Alten- oder Krankenpflege sei sinnvoll, so der Ministerpräsident. Er setze sich dafür auf Bundesebene ein, in Hessen könne diese aber nicht im Alleingang eingeführt werden. Bouffier und Klose warben dafür, sich freiwillig immunisieren zu lassen.

„Solange wir keine Impfpflicht haben, ist das Testen unser einziges wirksames Instrument“, so Bouffier. Dieses Testregime werde nun ab Donnerstag an vielen Stellen verschärft.

Corona-Regeln in Hessen für Geschäfte, Alten- und Pflegeheime, Schulen und Veranstaltungen

So müssen sich Beschäftigte mit Kundenkontakt zweimal in der Woche testen, wenn sie weder geimpft noch genesen sind. Die Arbeitgeber müssen diese Tests zur Verfügung stellen und auch finanzieren. Dies gilt etwa für das Personal in Supermärkten, für Busfahrer:innen oder Friseur:innen. Bisher mussten die Tests von den Arbeitgebern lediglich angeboten werden. Beschäftigte ohne externen Kundenkontakt müssen sich nicht testen, auch wenn sie beispielsweise in Großraumbüros arbeiten.

In Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern gilt bereits seit vergangener Woche eine tägliche Testpflicht für das Personal, wenn es weder geimpft noch genesen ist.

In Schulen sollen im laufenden Schulhalbjahr, also bis 31. Januar, alle Nichtgeimpften oder Genesenen weiterhin drei- statt zweimal die Woche getestet werden. Eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht gibt es allerdings nicht.

Bei Veranstaltungen im Innenbereich oder Einrichtungen mit der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) reicht ein Antigen-Schnelltest nicht mehr aus. Dort muss von Donnerstag an ein PCR-Test vorgelegt werden, da dieser eine größere Sicherheit biete. Das gilt etwa für Gaststätten, Theater, Sportstätten, Konzerte oder Bordelle. Ausgenommen sind unter 18-Jährige und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Für das dort beschäftigte Personal genügt weiterhin ein zweimaliger Schnelltest je Woche. Bei Großveranstaltungen (ab 5000 Teilnehmende) dürfen unter den Gästen maximal zehn Prozent Getestete sein.

Corona in Hessen: 2G-Regel möglich

Bouffier schloss nicht aus, dass auch in Hessen bei weiter steigenden Zahlen eine generelle 2G-Regel wie in Österreich oder in Sachsen eingeführt werden könnte. Dort sind Ungeimpfte von großen Teilen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen. Tests genügen dort nicht mehr für eine Teilnahme. Für Hessen biete auch die nun angeordnete 3G-Regel mit PCR-Tests eine hohe Sicherheit.

Bouffier und Klose kündigten an, dass verstärkt für Auffrischungsimpfungen geworben werde. Alle Menschen über 70 würden schriftlich eingeladen. Zudem sollten mobile Impfteams Alten- und Pflegeheime anfahren, um dort sogenannte Booster-Impfungen anzubieten. Die Kommunen hätten angekündigt, die Einhaltung der neuen Regeln zu Testpflicht und Impfnachweis verstärkt zu kontrollieren. (Peter Hanack)

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