Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bildung in der Krise

Opposition im Landtag lobt Präsenzunterricht in Hessen und kritisiert Minister Lorz

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
    schließen

Offene Schulen werden einhellig begrüßt. Doch die Sorge um Gesundheit und verlässlichen Unterricht ist groß. Vor allem fehle es in Hessen an Luftfiltern und einem Konzept.

Zum Schulstart in dieser Woche gibt es viel Kritik. SPD, Linke und AfD werfen Kultusminister Alexander Lorz (CDU) Versäumnisse vor. So fehlten Luftfilter und ein Videokonferenzsystem. Auch der Philologenverband ist unzufrieden. Zustimmung gibt es für die Ankündigung, die Schulen offen zu halten und Präsenzunterricht anzubieten.

„Wir finden es richtig, die Schulen offen zu lassen“, sagt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Christoph Degen. Es gelte, den Zugang zu Bildung, das soziale Miteinander und die Teilhabe zu sichern. Auch müssten „weitere negative Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen“ verhindert werden.

Allerdings, so Degen, könne von einer guten Vorbereitung auf den Schulstart nach den Weihnachtsferien keine Rede sein. So stehe noch immer kein landesweites datenschutzkonformes Videokonferenzsystem zur Verfügung, mit dem Distanzunterricht verlässlich stattfinden könne. Auch bei Luftreinigungsanlagen fehle es an klaren Vorgaben, wie und welche Klassenräume auszustatten seien. Ebenso wenig sei ein schlüssiges Konzept vorhanden, wie Unterricht unter den Voraussetzungen einer Omikron-Welle gestaltet werden solle. „Trotz der Einsicht, dass Präsenzunterricht an unseren Schulen die erste Wahl vor Schulschließungen und Distanzlernen ist, gelang es der hessischen Landesregierung nach fast zwei Jahren Corona-Pandemie nicht, wieder eine halbwegs normale Lage an unseren Schulen zu schaffen“, kritisiert Heiko Scholz, bildungspolitischer Sprecher der AfD. Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Schlafstörungen hätten eine Dimension angenommen, die beängstigend sei.

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen sei es nicht ausgeschlossen, dass Schulen doch zum Distanzunterricht wechseln müssten, erklärt Elisabeth Kula, bildungspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Landtag. Dies hänge auch damit zusammen, dass längst nicht alle Klassen- und Unterrichtsräume mit Luftfiltern ausgestattet seien. Auch Distanzunterricht sei aufgrund mangelhafter Ausstattung nicht problemlos möglich.

Der Präsenzunterricht sei unverzichtbar, bekräftigt Reinhard Schwab, der Landesvorsitzende des Philologenverbands. Allerdings dürfe der Gesundheitsschutz nicht vernachlässigt werden. Am regelmäßigen Testen, unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus, am Maskentragen und Lüften führe kein Weg vorbei.

Rubriklistenbild: © Marcel Kusch/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare