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Offenbach und Gießen: Arztbesuch ohne Krankenversicherung - Auszeichnung für Engagement

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Von: Pitt v. Bebenburg

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Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen wieder schneller an.
Nicht jeder verfügt über eine Krankenversicherung © Michael Bihlmayer/imago

Hessischer Integrationspreis geht an Medizin-Initiativen aus Offenbach und Gießen sowie an weitere Preisträger. Die Linke sieht die Landesregierung in der Pflicht, politisch zu handeln.

Zwei Projekte, die Menschen ohne Krankenversicherung zu medizinischer Versorgung verhelfen, sind mit dem Hessischen Integrationspreis 2021 ausgezeichnet worden. Die Jury, der der frühere FR-Chefredakteur Joachim Frank angehört, vergab zwei erste Preise an die Malteser-Praxis in Offenbach und das Medinetz Gießen. Beide Preisträger erhalten jeweils 6000 Euro. Das teilte das hessische Sozialministerium mit.

Das Drop-in-Center Frankfurt, eine Anlaufstelle für Menschen in der Prostitution, erhielt den mit 5000 Euro dotierten zweiten Preis. Der dritte Preis (3000 Euro) ging an das Projekt „Aufklärungskampagne in Hessen zur Gesundheit und zur Integration“ der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung, die ihren Sitz in Gießen hat. Sozialminister Kai Klose (Grüne) lobte die Preisträger als „herausragende Integrationsprojekte“.

Keinen Versicherungsschutz

Die Gewinner aus Offenbach und Gießen helfen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Versicherungsschutz haben. Das betrifft Obdachlose, EU-Bürgerinnen und -Bürger, aber auch Studierende, die ihre Regelstudienzeit überschritten haben, und Selbstständige, die ihre private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen konnten.

Die Linke im Landtag verband ihr Lob für die „wichtige und tolle ehrenamtliche Arbeit für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz“ mit scharfer Kritik an der Landesregierung. Diese weigere sich bisher, landesweite Clearingstellen und Anlaufstellen für Menschen ohne Krankenversicherungsschutz in Hessen mit einem Fonds zu finanzieren, beklagte die Linken-Abgeordnete Saadet Sönmez.

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