1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Landespolitik

ÖPNV in Hessen: Ein Ausbau ist nötig

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Jutta Rippegather

Kommentare

Es bleibt bei der Tariferhöhung zum 1. Januar, wie sie der RMV-Aufsichtsrat im Sommer beschlossen hatte.
Ein Ticket für 31 Euro im Monat für Geringverdienende ist ein Fortschritt. Kein Durchbruch. © Arne Dedert/dpa

Für Vielfahrende sinken die Preise für Bus und Bahn. Ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen. Der Kommentar.

Ein Ticket für 31 Euro im Monat für Geringverdienende ist ein Fortschritt. Kein Durchbruch – dafür ist der Preis zu hoch. Auch die Rufe nach einem bundesweiten Sozialticket sind berechtigt. Aktuell ist dies jedoch nicht durchzusetzen. Der Hessenpass eine Verbesserung. Derzeit entscheidet die Finanzkraft des Wohnorts, ob ein Mensch mit geringem Einkommen in den Genuss von Rabatten kommt. Die enden an der Tarifgrenze. Den Besuch der Oma in der hessischen Provinz decken die kommunalen Sozialtickets nicht ab.

Der Hessenpass ist ein schwarz-grünes Wahlgeschenk. Das zweite nach der vergangene Woche angekündigten Anhebung der Besoldung für Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer. Anders als diese ist die günstige Flatrate für Geringverdienende noch in der zum Jahresende abgelaufenen Legislaturperiode umsetzbar. Die Verkehrsverbünde können auf die Erfahrungen bei der Umsetzung des Schülertickets oder des Seniorentickets zurückgreifen. Etwas knifflig wird die Frage, wie die Bedürftigkeit regelmäßig überprüft wird.

Die Preise für alle Abonnenten sinken, das Deutschlandticket wird kommen. Die Politik hat den Wert des öffentlichen Nahverkehrs entdeckt. Eine gute Nachricht für Umwelt und Klima. Diese Angebote müssen genutzt werden. Dazu bedarf es eines massiven Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs. Vor allem auf dem Land.

Auch interessant

Kommentare