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Die Odenwaldschule ist geschlossen, aber das Trauma wirkt nach.
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Die Odenwaldschule ist geschlossen, aber das Trauma wirkt nach.

Kommentar

Sexueller Missbrauch an Odenwaldschule: Zeit für ein Zeichen

  • Pitt von Bebenburg
    VonPitt von Bebenburg
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Die Zeit ist reif für ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule. Ein Kommentar.

Die Odenwaldschule ist geschlossen, aber das Trauma wirkt nach. Vielen Opfern der sexuellen Gewalt in dieser Einrichtung geht es schlecht, denn sexueller Missbrauch richtet langanhaltende Schäden an.

Zwölf Jahre nach der breiten Debatte

Es war nicht die erste Priorität, einen angemessenen Gedenkort zu schaffen für die Überlebenden und für die, die es nicht mehr im Leben ausgehalten haben. Doch jetzt, zwölf Jahre nach der ersten breiten Debatte und sieben Jahre nach dem Aus für die Schule, ist die Zeit dafür reif.

Das Land Hessen und der Kreis Bergstraße, die jahrzehntelang weggeschaut hatten, stehen weiterhin in der Verantwortung. Sie sollten die Initiative ergreifen und einen Rahmen anbieten für eine produktive Debatte über ein Mahnmal. Betroffene müssen dort vorrangig mitsprechen und mitentscheiden, ob der vorliegende Entwurf für ein Mahnmal realisiert wird oder ein neuer Entwicklungsprozess nötig ist.

Prävention entscheidend

Zu Recht stand zunächst Hilfe für die Betroffenen im Vordergrund. Die Aufklärung über die Verbrechen benötigte ebenfalls fast ein Jahrzehnt. Daneben spielte die Frage eine Rolle, wie Missbrauch in Familien, Schulen oder im Sport gestoppt und durch Prävention bekämpft werden kann.

Odenwaldschule: Das schwierige Gedenken für die Opfer sexuellen Missbrauchs.

All das bleiben wichtige Fragen. Doch sie sollten nicht verdrängen, dass auch das würdige Gedenken eine hohe Bedeutung hat – als sichtbares Zeichen, dass die staatlichen Institutionen das Leid anerkennen. (Pitt von Bebenburg)

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