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Ein Effizienzhaus Plus steht im Frankfurter Stadtteil Riedberg – Beispiel für klimaneutrales Wohnen. Der Gebäudebestand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte (NH) soll bis 2050 klimaneutral werden.
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Ein Effizienzhaus Plus steht im Frankfurter Stadtteil Riedberg – Beispiel für klimaneutrales Wohnen. Der Gebäudebestand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte (NH) soll bis 2050 klimaneutral werden.

Wohnen

Nassauische Heimstätte: Keine Kündigung wegen Corona

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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Die landeseigene Baugesellschaft Nassauische Heimstätte kommt gut durch die Krise. Die rund 60 000 Wohnungen sollen bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden.

Die mehrheitlich landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte Wohnstadt (NHW) ist gut durch die Corona-Krise gekommen. Die Gesellschaft hat im vergangenen Jahr einen Überschuss in Höhe von etwas mehr als 57 Millionen Euro erzielt, das sind noch einmal rund sechs Millionen Euro mehr als im ohnehin schon guten Jahr 2019. Rund 760 neue Wohnungen wurden fertiggestellt.

Aktuell gehören der NHW landesweit knapp 60 000 Wohnungen. Wie der leitende Geschäftsführer Thomas Hain bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch sagte, wolle man auf 75 000 Wohnungen wachsen. „Der Anspruch ist, dass jeder und jede in Hessen eine angemessene Wohnung zu einem bezahlbaren Preis bekommt“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), der Aufsichtsratsvorsitzender der NHW ist. Hessen sei in einer Situation, in der viele neue Wohnungen errichtet werden müssten. Die Nassauische Heimstätte sei dabei sehr wichtig. Ziel des Landes müsse es daher sein, diese Gesellschaft weiter zu stärken. Mit einem durschnittlichen Mietpreis von 6,21 Euro je Quadratmeter sei die NHW zudem ein sehr sozialer Vermieter.

200 000 Euro Miete gestundet

Aufgrund der Corona-Krise sind einige Mieter:innen der Gesellschaft in Zahlungsschwierigkeiten gekommen. Wie Geschäftsführer Hain berichtete, wurde Miete in Höhe von insgesamt 200 000 Euro gestundet. Der größte Teil sei inzwischen nachgezahlt worden. Lediglich rund 70 000 Euro hätten erlassen werden müssen – angesichts des Mietumsatzes von 276 Millionen Euro ein vergleichsweise kleiner Betrag. Niemandem sei wegen Corona gekündigt worden, betonte Geschäftsführer Constantin Westphal.

Die Nassauische Heimstätte

Die Nassauische Heimstätte | Wohnstadt beschäftigt rund 800 Mitarbeitende. Sie besitzt knapp 60 000 Mietwohnungen in 130 Städten und Gemeinden in Hessen.

Gegründet wurde die Gruppe 1920 in Reaktion auf die Wohnungsnot in Folge des Ersten Weltkriegs.

Die Gesellschaft gehört zu gut 61 Prozent dem Land Hessen. pgh

Ziel der NHW ist es zudem, bis zum Jahr 2050 den Gebäudebestand klimaneutral zu machen. Dafür hat das Land Hessen der Gesellschaft 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit können rund 4000 Wohnungen modernisiert werden. „Wir rechnen mit Kohlendioxid-Einsparungen von 180 000 Tonnen bis 2050“, sagte Geschäftsführer Hain. In den nächsten fünf Jahren werde das Modernisierungsbudget auf 500 Millionen Euro aufgestockt, betonte Al-Wazir.

2002 wurden 766 Neubauwohnungen fertiggestellt, berichtete Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer. Bis 2025 will die NHW 1,4 Milliarden Euro in 3000 weitere Wohnungen investieren.

Größtes Projekt Frankfurts Schönhofviertel

Größtes zusammenhängendes Entwicklungsprojekt ist das Frankfurter Schönhofviertel, wo 2160 neue Wohnungen entstehen. In Offenbach ist gerade das Goethequartier mit 327 Wohnungen fertig geworden. In Kassel steht der Felsenkeller mit 70 Mietwohnungen kurz vor der Fertigstellung. weitere 60 Wohnungen entstehen dort im Projekt Martini-Tor.

Bis 2040 werden in Hessen knapp 370 000 neue Wohnungen benötigt.

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