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GUT GEBRÜLLT

Nachhilfe für den CDU-Generalsekretär

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Können Sie sich noch an die Schote mit Manfred Pentz Ende Januar erinnern? Den hessischen CDU-Generalsekretär, der die Spitzen der Jungen Union in einer Videokonferenz als „Merz-Dschihadisten“ beschimpft hatte und Friedrich Merz selbst als „den größten Spalter der Partei“? Zähneknirschend musste Pentz sich dafür entschuldigen, sogar CDU-Landeschef Ministerpräsident Volker Bouffier hatte sich eingeschaltet.

Das Wort Merz-Dschihadisten wird dem 40-Jährigen wohl nicht mal mehr im Schlaf über die Lippen kommen. Doch wieder ist es ihm gelungen, Kollegen in der Union maßlos zu erzürnen. Unter anderem den Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer. Der CDU-Rechtsaußen sah sich bemüßigt, dem jungen Kollegen via Wochenzeitung „Junge Freiheit“ Nachhilfe erteilen zu müssen. „Man gratuliert niemandem, der die eigenen Parteifreunde als Nazis und Rassisten verleumdet und damit nach dem bekannten linksradikalen Dreisatz vorgeht: diffamieren, isolieren, liquidieren.“

Die AfD setzte Anfang der Woche noch einen drauf. Pentz mache mit Linksradikalen gemeinsame Sache: „Wir beobachten, dass Janine Wissler seit Monaten von führenden Vertretern der CDU-Fraktion im Plenarsaal auf Rosen gebettet wird.“ Das verwundere ihn doch sehr, ließ Fraktionschef Robert Lambrou in einer Pressemitteilung wissen. Die Fraktionschefin der Linken im Landtag wolle nicht weniger als den Umbau der Gesellschaft nach sozialistischen Maßstäben. „Das darf nicht beklatscht werden, sondern muss zur Sprache gebracht und scharf kritisiert werden.“

Was war geschehen? Am Samstag wurde Wissler zur Co-Bundesvorsitzenden gewählt. Lange musste sie warten, bis der coronabedingt mehrfach verschobene Parteitag dann doch nur digital stattfinden konnte. Der hessische Landtag ist zwar bekannt für seinen rauen Ton. Doch wenn ein politischer Wettbewerber oder eine politische Wettbewerberin beruflich aufsteigt, dann gratulieren alle fair und mit freundlichen Worten. Neben anderen Parteien im hessischen Landtag hatte dies auch die hessische CDU getan. „Mit ihr hat die Partei eine geschliffene Rednerin und charismatische Persönlichkeit an die Doppelspitze gewählt“, zitierte sie den Generalsekretär in einer Pressemitteilung vom Samstag. Kurze Zeit später kamen die Rücktrittsforderungen - unter anderem vom Bundesvorsitzenden der konservativen Werteunion, Alexander Mitsch.

Eine offizielle Entschuldigung gab Pentz diesmal nicht. Doch die Glückwünsche waren einen Tag später von der Webseite der CDU verschwunden.

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