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Symbolbild: Polizeibeamte begleiten einen Asylbewerber in einen Sammelcharter.
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Symbolbild: Polizeibeamte begleiten einen Asylbewerber in einen Sammelcharter.

Asyl

Nach neun Jahren in Deutschland: Abschiebung nach Äthiopien

  • Stefan Simon
    VonStefan Simon
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Eine 61-jährige Eritreerin aus Witzenhausen ist am Dienstagabend nach Addis Abeba abgeschoben worden. Sie wurde frühmorgens am gleichen Tag aus der Unterkunft „Blumenhaus“ von Zivilpolizist:innen abgeholt.

Eine 61-jährige Eritreerin ist am frühen Dienstagmorgen von Zivilpolizist:innen aus der Geflüchtetenunterkunft „Blumenhaus“ in Witzenhausen bei Kassel unangekündigt und mit Gewalt abgeholt worden, berichtet der Arbeitskreis Asyl Witzenhausen.

Obwohl ihre eritreische Identität durch die eritreische Botschaft bescheinigt wurde, ist sie noch am Dienstagabend mit weiteren Geflüchteten in einer Sammelabschiebung von Frankfurt in die Hauptstadt Äthiopiens abgeschoben worden, heißt es. 

Ihre Anwältin habe noch per Eilantrag beim Verwaltungsgericht Kassel (VG Kassel) um Akteneinsicht gebeten und versucht Kontakt zu ihrer Mandantin herzustellen. Doch das VG Kassel lehnte ab. Laut des Arbeitskreises habe die Eritreerin seit neun Jahren in Deutschland und acht Jahren in Witzenhausen gelebt.

Während ihres mehrjährigen Aufenthaltes in Neu-Eichenberg bei Witzenhausen war sie ein aktives Mitglied der Gemeinde. Sie engagierte sich ehrenamtlich in der Schulküche und im Café der Begegnung „NEB“, heißt es weiter. Sie sei aktives Mitglied in der Katholischen Kirchengemeinde Witzenhausen und seit langem ein Teil des Ak Asyl Witzenhausen, des Frauentreff und bei Women In Exile organisiert.

In Äthiopien eskalierte im November 2020 der Konflikt zwischen der äthiopischen Zentralregierung und der Regierung der Tigray-Region zwischen Äthiopien und Eritrea. Erst vor einigen Tagen kam es in der äthiopischen Provinz Tigray zu gewaltsamen Attacken auf Zivilist:innen.

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