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Mit Strahlkraft: ein Mobilfunkmast für die gute Verbindung. dpa
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Mit Strahlkraft: ein Mobilfunkmast für die gute Verbindung. dpa

Hessen

Mobilfunk in Hessen wird schneller

  • Pitt von Bebenburg
    vonPitt von Bebenburg
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Hessische Digitalministerin Sinemus: Ausbau des 5G-Standards kommt in Hessen voran. Beim LTE-Standard sollen weiße Flecken geschlossen werden

Der Ausbau der Mobilfunkversorgung in Hessen ist auch im Corona-Jahr 2020 vorangekommen. Das hat Digitalministerin Kristina Sinemus (CDU) am Mittwoch mitgeteilt.

Zum Jahresende habe es genau 1131 Standorte mit dem schnellen Mobilfunkstandard 5G in Hessen gegeben. Damit sei die Zahl innerhalb eines halben Jahres um rund 1000 gestiegen. „Da zeigt sich ein beeindruckendes Tempo“, urteilte Sinemus.

Nach Angaben der Ministerin sind 99,8 Prozent der Haushalte in Hessen mit dem Vorgängerstandard 4G versorgt, besser bekannt unter dem Kürzel LTE. Als zweites Bundesland hatte Hessen im November 2020 ein Förderprogramm gestartet, um beim LTE-Standard „auch die allerletzten weißen Flecken zu schließen“.

Bevor die Förderung greift, muss das Land klären, ob Mobilfunkanbieter die jeweilige Region bedienen wollen. Dafür wird ein Markterkundungsverfahren gestartet – nach Angaben von Sinemus umfasst das erste Verfahren sechs Gebiete, darunter den Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Zudem trägt nach Aussage der Ministerin der Mobilfunkpakt Früchte, den die Landesregierung im September 2018 mit den drei großen Mobilfunknetzbetreibern Telefonica, Deutsche Telekom und Vodafone geschlossen hatte. Damals war verabredet worden, dass 800 Mobilfunkstandorte neu errichtet und 4000 Standorte modernisiert werden sollten, um mindestens den 4G-Standard zu erreichen. Dafür stellte das Land 50 Millionen Euro an Unterstützung bereit.

Sinemus berichtete, dass diese Pläne teilweise schon übertroffen worden seien. In Hessen seien bis Ende 2020 insgesamt 4270 Mobilfunkmasten modernisiert und 313 neu gebaut worden. Damit werde „ein spürbarer Mehrwert für die hessischen Bürgerinnen und Bürger bei der Mobilfunkabdeckung erreicht“.

Die oppositionelle SPD in Hessen sieht den Grund für diese Ausbaugeschwindigkeit jedoch nicht in Aktivitäten des Landes. Sie sei vielmehr in Versorgungsauflagen begründet, die der Bund den Netzbetreiber:innen auferlegt habe, sagte der digitalpolitische Sprecher der SPD im Landtag, Bijan Kaffenberger. Das habe die Ministerin in der Antwort auf eine SPD-Anfrage aus diesem Monat eingeräumt. Darin heißt es, der Ausbau erfolge „sowohl marktgetrieben als auch durch eine zügige Umsetzung der Versorgungsauflagen, um die Mobilfunkabdeckung und -qualität in Hessen weiter zu verbessern“. Das Förderprogramm werde nur für wenige neue Masten sorgen, vermutet Kaffenberger.

Aus der Antwort der Ministerin auf die SPD-Anfrage geht auch hervor, wie weit die digitale Ausstattung der Schulen bis zum vergangenen Juli vorangekommen war. Danach verfügten 1222 der gut 2000 hessischen Schulen über eine gigabitfähige Anbindung, für gut 700 weitere sei sie in Planung. Im Oktober 2019 seien erst 609 Schulen angebunden gewesen.

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