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So einfach wie tanken: das Befüllen eines Autos mit Wasserstoff. Noch ist das ein seltenes Bild. Rolf Oeser
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So einfach wie tanken: das Befüllen eines Autos mit Wasserstoff. Noch ist das ein seltenes Bild. Rolf Oeser

Hessen

Mit Wasserstoff das Klima retten

  • Peter Hanack
    VonPeter Hanack
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FDP will alternative Energieträger fördern. Der Gesetzentwurf kommt in den Landtag.

Die Ziele sind ehrgeizig. Hessen will seine Treibhausemissionen bis zum Jahr 2030 um mehr als die Hälfte senken. 2050 soll das Land wie ganz Europa klimaneutral sein. Die FDP-Fraktion im Landtag setzt dabei auf Wasserstoff und will dessen verstärkten Einsatz mit einem Gesetz voranbringen.

„Wir sind überzeugt, dass Wasserstoff die Zukunft ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende René Rock am Donnerstag in Wiesbaden, wo er den Entwurf für ein „Wasserstoff-Zukunftsgesetz“ vorstellte. Um die Klimaziele zu erreichen, genüge es nicht, die Energiepolitik lediglich anzupassen, so Rock. Nötig sei eine „Neuausrichtung“. Erforderlich sei, den jährlichen Kohlendioxidausstoß um 2,5 Millionen Tonnen zu verringern. Dies sei in den vergangenen Jahren nicht gelungen. Die Emissionen seien zuletzt sogar wieder angestiegen.

KLIMANEUTRAL

Bis zum Jahr 2050 soll Europa zu einem klimaneutralen Kontinent werden. Das heißt, es sollen kein zusätzlichen Treibhausgase wie Kohlendioxid in die Umwelt gelangen.

Der Klimazielplan für 2030 sieht vor, die Emissionen von Treibhausgasen bis dahin um mindestens 55 Prozent zu verringern im Vergleich zu 1990.

Auch Hessen soll bis 2030 die Emissionen um 55 Prozent reduzieren. pgh

Die schnelle Nutzung und Verbreitung von klimafreundlich erzeugtem Wasserstoff stelle einen „Schlüsselfaktor“ dar, um den Treibhausausstoß wirksam zu reduzieren. Das Land müsse Unternehmen, Kommunen und wissenschaftliche Einrichtungen dabei deutlich stärker als bisher unterstützen.

Mit dem Gesetz will die FDP erreichen, dass eine hessische „Wasserstoffstrategie“ erarbeitet und umgesetzt wird. Ein Schwerpunkt dabei soll auf dem Bereich Verkehr liegen. Dieser habe einen Anteil von 40 Prozent bei den Kohlendioxidemissionen, die sich seit 1990 nicht verringert hätten. Bis zum Jahr 2050 könnte der Anteil des Wasserstoffs als Energieträger auf mindestens 25 Prozent steigen.

Der Gesetzentwurf soll am nächsten Mittwoch im Landtag diskutiert werden. Ziele des Gesetzes sind die „schrittweise Erhöhung des Wasserstoffanteils an der Deckung des Endenergieverbrauchs in Hessen“, und zwar bis 2030 auf mindestens ein Prozent, bis 2040 auf mindestens zehn Prozent und bis 2050 auf mindestens 25 Prozent.

Gefördert werden sollen Projekte, die bei der Herstellung, der industriellen Nutzung und der Verwendung im Verkehr erfolgversprechend seien. Auch solle sich das Land verpflichten, Wasserstofftechnologie selbst einzusetzen – etwa beim Einsatz von Brennstoffzellen bei kommunalen Gebäuden oder Fahrzeugen. Bislang sei Hessen bei keinem der vielen vom Bund geförderten Projekte dabei.

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