1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Landespolitik

Menschen in Hessen in Sorge wegen des Ukraine-Krieges

Erstellt:

Von: Hanning Voigts

Kommentare

Gegen den Krieg: Solidaritätsdemonstration mit den Menschen in der Ukraine auf dem Frankfurter Roßmarkt. Foto: Michael Schick
Gegen den Krieg: Solidaritätsdemonstration mit den Menschen in der Ukraine auf dem Frankfurter Roßmarkt. © Michael Schick

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine macht den hessischen Bürgerinnen und Bürgern Angst. Laut einer Umfrage befürchten sie vor allem höhere Energiepreise und eine Ausweitung des Konflikts.

Wiesbaden – Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine treibt die Menschen in Hessen stark um. Drei Viertel der Hessinnen und Hessen, insgesamt 76 Prozent, befürchten laut einer aktuellen Meinungsumfrage, dass sich der Konflikt noch ausweiten könnte. Noch mehr Menschen, nämlich 84 Prozent, haben Sorge, dass in Folge des Krieges die Energiepreise und die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen könnten. Das geht aus dem aktuellen „Hessentrend“ hervor, den das Institut Infratest Dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks in den vergangenen Tagen erstellt hat.

Einschnitte bei der Energieversorgung etwa durch das Wegbrechen von russischen Öl- und Gaslieferungen halten in der Umfrage 71 Prozent der Befragten für möglich. Nur ein gutes Viertel (28 Prozent) sorgt sich darum, dass aufgrund des Krieges viele Flüchtlinge aus der Ukraine nach Deutschland kommen dürften.

Ukraine-Krieg: Linke in Hessen gegen Aufrüstung

Die Landesvorsitzenden der hessischen Grünen, Sigrid Erfurth und Sebastian Schaub, sagten mit Blick auf die Zahlen, der Krieg in der Ukraine bestimme derzeit sehr stark die politischen Debatten, auch wenn er kein landespolitisches Thema sei. „Andere Fragen verlieren angesichts des Leids und der Ängste an Bedeutung“, urteilten Erfurth und Schaub.

Jan Schalauske, der Landesvorsitzende der Linkspartei in Hessen, teilte mit, der Hessentrend mache deutlich, „wie dieser Krieg die Menschen in Hessen bewegt und sie mit Sorge erfüllt“. Die Linke werde als „konsequente Friedenspartei“ aktuell so sehr gebraucht wie nie, sagte Schalauske. Dass die Ampelkoalition und die CDU im Bund mehr Geld für die Bundeswehr ausgeben wolle, sei nämlich politisch falsch. „Aufrüstungsspiralen und ein neues Wettrüsten schaffen keine Sicherheit“, betonte Schalauske. (Hanning Voigts)

Auch interessant

Kommentare