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Mehr Wohnungsprojekte in Hessen genehmigt

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Von: Christoph Manus

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Vor allem in Frankfurt wird seit Jahren kräftig gebaut, wie hier am Riedberg. Das könnte sich auch fortsetzen. Doch günstige Wohnungen entstehen kaum.
Vor allem in Frankfurt wird seit Jahren kräftig gebaut, wie hier am Riedberg. Das könnte sich auch fortsetzen. Doch günstige Wohnungen entstehen kaum. © dpa

Das Baugeschehen bleibt in Hessen trotz Krisen auf sehr hohem Niveau. Das zeigen neue Zahlen des statistischen Landesamts. Besonders viel neuer Wohnraum soll in Frankfurt entstehen.

Die Corona-Krise wirkt sich weiterhin kaum auf die Bautätigkeit in Hessen aus. Nach Zahlen des Statistischen Landesamts ist im vergangenen Jahr der Bau von 26 694 Wohnungen genehmigt worden. Das ist der zweithöchste Wert seit dem Jahr 2000. Im Vergleich zum Jahr zuvor stieg die Zahl der Genehmigungen um zwei Prozent.

Die Wohnfläche pro Einheit, die errichtet werden soll, ist mit 99 Quadratmetern inzwischen deutlich kleiner als vor einigen Jahren. 2001 lag sie bei 111, zehn Jahre später bei 112 Quadratmetern.

Baukosten für Wohnraum in Hessen steigen von Jahr zu Jahr

Hingegen steigen die veranschlagten Baukosten. Diese liegen nach den Zahlen des Statistischen Landesamts inzwischen bei 1942 Euro pro Quadratmeter, 2011 betrugen sie noch gut 1500, im Jahr 2001 etwa 1200 Euro pro Quadratmeter. Zuletzt waren etwa die Kosten für Baumaterial stark gestiegen.

Schwerpunkt des Baugeschehens in Hessen bleiben Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet. Allein in Frankfurt genehmigte die Bauaufsicht nach den Angaben der Statistiker:innen den Bau von 4667 Wohnungen (+28,4 Prozent). Das sind mehr als im gesamten Regierungsbezirk Kassel, wo Projekte mit 4326 Wohnungen genehmigt wurden, und als im Regierungsbezirk Gießen mit 4033 Wohnungen.

In Offenbach ist die Zahl der Baugenehmigungen stark zurückgegangen

Im Rhein-Main-Gebiet stieg die Zahl der Baugenehmigungen außer in Frankfurt in den Kreisen Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Main-Kinzig und Rheingau-Taunus. In Darmstadt, Wiesbaden und Offenbach erteilten die Behörden dagegen jeweils weniger Genehmigungen als im Vorjahr – in Offenbach liegt der Wert sogar 54 Prozent unter dem von 2020.

Von den neuen Wohngebäuden, die errichtet werden können, sollen nach Zahlen des Statistischen Landesamts fast zwei Drittel mit erneuerbaren Energien durch Wärmepumpen versorgt werden. Beim größten Teil setzen die Bauherren auf Luft-Wasser-Wärme-Pumpen.

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